Seit über einem halben Jahr gehöre ich nun auch zu den Grafiktablett-Besitzern. Ziemlich lange habe ich mit mir gehadert ob ich überhaupt eins brauche und später dann vor allem, für welches ich mich entscheiden soll. Hier gibt’s jetzt also meinen kleinen Erfahrungsbericht zum Thema Grafiktablett und einer Empfehlung für Einsteiger.

Grafiktablett vs. Maus

Das Grafiktablett beziehungsweise der Stift dazu dienen als Mausalternative. Aber was kann ein Stift, was nicht auch die Maus kann? Am besten nehmt ihr mal einen Stift in die Hand und malt eine feine geschlängelte Linie auf ein Blatt. Dann probiert das ganze Mal mit der Maus am PC. Ihr werdet sicher schnell merken, dass es deutlich schwieriger ist. Das hängt vorallem an der Haltung der Hand. Habt ihr nämlich einen Stift in der Hand, könnt ihr auch feine Bewegungen aus dem Handgelenk ausführen. Die Linien werden also präzisier und sind deutlich schneller gezeichnet, als mit der Maus.

Was der Stift des Grafiktabletts der Maus noch voraus hat, ist die Druckintensität. Wenn man also zum Beispiel in Photoshop retuschiert oder zeichnet, wird die Linie je nach Druck des Stiftes auf das Tablett dünner/härter oder breiter/weicher. So spart man sich zum einen das ständige Einstellen der Pinselgröße und man kann viel intuitiver Zeichnen. Ebenso gibt es auch die Möglichkeit, dass bei bestimmten Pinseln auch die Neigung des Stiftes eine Rolle spielt – mit der Maus ist dies leider nicht möglich umzusetzen.

Ich empfinde die Arbeit mit dem Grafiktablett als deutlich einfacher als mit der Maus. Ich kann nicht nur präzisier arbeiten, sondern bin auch deutlich schneller. Und vorallem die Druckintesität möchte ich nicht mehr missen.

Billiges Grafiktablett zum Einstieg?

Wenn man sich mit dem Thema Grafiktablett auseinandersetzt, stolpert man ziemlisch schnell über den Hersteller “Wacom”, der wohl der führende Hersteller in diesem Bereich ist. Sicherlich sind die Tabletts sehr qualitativ hochwertig, haben aber natürlich auch ihren Preis.

Da ich mir noch sehr unsicher war, ob ich mit einem Grafiktablett überhaupt umgehen kann und ob es nach ein paar Tagen direkt im Schrank verschwindet, habe ich nach ein bisschen stöbern einen passenden “Chinaabklatsch” gefunden – das Ugee M708* (Affiliate Link). Von den teilweise grauenhaften Bewertungen habe ich mich erstmal nicht abschrecken lassen und mir das gute Stück bestellt.

Nach erwarteten anfänglichen technischen Problemen und einer absolut gruseligen Download-Seite der Treiber-Software, habe ich das gute Stück dann aber auch samt Druckintesität zum laufen bekommen. Und was soll ich sagen? Es kann alles, was es können muss. Die Belegung der Hotkeys am Grafiktablett selbst funktioniert zwar nur schlecht bis gar nicht, aber da ich sowieso die linke Hand an der Tastatur für die Shortcuts habe, stört mich das nicht weiter.

Ich persönlich würde mir vermutlich später auch ein hochwertigeres Grafiktablett zulegen. Allerdings kann ich dieses günstige Teil für Neulinge und Leute, die es einfach gerne mal ausprobieren wollen, absolut empfehlen.

Dieser Beitrag ist übrigens in keiner Kooperation mit irgendeinem Grafiktablett-Hersteller entstanden. Mein Grafiktablett sowie die Bearbeitungssoftware habe ich selbst erworben.

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