Der Traum vom eigenen Fohlen - die Kosten

Der Traum vom eigenen Fohlen – Die Kosten [Teil 7]

Schon bei den Gedanken seine Stute decke zu lassen sollte man im Voraus an die entstehenden Kosten denken. Denn bis aus einem Fohlen überhaupt erstmal ein Reitpferd geworden ist, wird es schon einiges an Geld gekostet haben. Und dazu hat man beim Züchten natürlich nie eine Garantie, dass es genau das Pferd wird, was man sich gewünscht hat.

Der Traum vom eigenen Fohlen - die Kosten

Kosten bis zur Fohlengeburt

Alleine schon bevor das Fohlen das Licht der Welt erblickt hat, entstehen einige Kosten. Zunächst einmal muss die Stute natürlich während der Trächtigkeit versorgt werden. Wir nehmen an, die Stute steht in einem Reitstall und die Pensionskosten belaufen sich auf 250€ pro Monat.

Außerdem fallen in dieser natürlich weiterhin Kosten für den Schmied (240€), Impfungen und Wurmkuren (180€) an.

Ebenso fallen vor der Fohlengeburt noch die Kosten für die Decktaxe und Besamung an. Der Preis der Decktaxe variiert natürlich je nach Ansprüchen an den Deckhengst. Mit rund 1.000€ sollte man allerdings schon für Decktaxe und Versand rechnen. Dazu kommen dann noch die Tierarztkosten für die Besamung und Trächtigkeitsuntersuchungen, die sich auf rund 400€ belaufen.

Damit das Fohlen später seine Papiere bekommt, muss man noch Mitgliedschaft in einem Zuchtverband werden. Die Kosten belaufen sich auf durchschnittlich 90€.

Nicht zu vergessen sollte die Haftpflichtversicherung der Stute in der Zeit der Trächtigkeit sein. Diese kostet je nach Versicherung rund 60€ pro Jahr.

Bis überhaupt das Fohlen entstanden ist und überhaupt das Licht der Welt erblickt hat, sind so schon Kosten in Höhe von rund 4.720€ angefallen. Mehrkosten für eine mögliche zweite oder dritte Besamung, Komplikationen oder auch Zusatzfuttermittel sind hier nicht berücksichtigt.

[adinserter name=“Reitsport Ads“]

Kosten vom Fohlen bis zum Reitpferd

Das Fohlen erblickt das Licht der Welt und läuft die ersten sechs Monate noch bei der Mutterstute bei Fuß. Wir rechnen für diese sechs Monate mit den 250€ für Mutterstute und Fohlen zusammen weiter.

Ebenso fallen für das Fohlen noch Kosten für Schmied (150€), Impfungen und Wurmkuren (85€) an. Eine Eintragung beim Zuchtverband kostet rund 200€.

Unser Fohlen wird also nach 6 Monaten von der Mutterstute abgesetzt. Die Kosten für die Stute betrachtet wir ab jetzt also nicht mehr. Bis das Fohlen dreijährig ist vergehen also noch 30 Monate in denen es jeden Monat rund 180€ an Pensionskosten benötigt.

In dieser Zeit fallen natürlich auch weitere Besuche des Hufschmieds (600€), Impfungen und Wurmkuren (525€) an.

Ebenso muss das Fohlen nach dem Absetzen eine eigene Haftpflichtversicherung bekommen die für diese drei Jahre 180€ zusammen kostet.

Wir kommen also so auf eine Gesamtsumme von 13.360€ bis aus dem Fohlen ein noch nicht eingerittener Dreijähriger geworden ist. Auch hier sind wieder mögliche Verletzungen und Zusatzfuttermittel nicht mit einberechnet. Diese Summe befindet sich also an der unteren Grenze für die Kosten eines eigenen Fohlens.

Der Traum vom eigenen Fohlen - die Kosten

Selbst züchten oder Jungpferd kaufen?

Diese Frage ist natürlich abhängig davon, ob man für den Eigenbedarf züchtet und wie hoch die eigenen Ansprüche sind.

Allerdings hat man natürlich beim eigenen Fohlen immer die Gefahr, dass es nicht so wird, wie man es sich wünscht. Das kann einmal ein mangelndes Exterieur sein, fehlende Qualität oder auch ein mangelhaftes Interieur. Also auch wenn man nur als Hobbyreiter für den Eigenbedarf züchtet, kommt man eventuell in die Situation das eigene Fohlen zu verkaufen, weil es einfach zu schwierig ist.

Allerdings für ein durch- oder sogar unterdurchschnittlichen Dreijährigen, der auch noch nicht angeritten ist die über 13.000€ zu verlangen nur um seine Kosten zu decken ist mehr als schwierig.

Nun könnte man natürlich über den Kauf eines Jungpferdes nachdenken. Gerade nicht eingerittene Youngster bekommt man je nach Ansprüchen schon für unter 10.000€. Viel günstiger ist das sicher nicht, aber man sieht eben schonmal was man hat und kauft natürlich im besten Fall auch ein gesundes Pferd.

Letztendlich hat es natürlich einen unfassbaren Charme ein Fohlen aus der eigenen Stute zu ziehen, jedoch sollte man sich auch für alle Möglichkeiten schon im voraus Gedanken machen. Denn auch wenn das Fohlen am Ende nicht so wird, wie man es sich wünscht, ist es dennoch ein Lebewesen, welches Anspruch auf ein artgerechtes Leben hat.

So findest Du den richtigen Absprungpunkt

So findest Du den richtigen Absprungpunkt

Schaut man den Profis auf den großen Turnieren zu, sieht es immer so kinderleicht aus. Aber um den richtigen Absprungpunkt zu finden bedarf es einiges an Übung für Reiter und auch Pferd. Deshalb möchte ich euch heute einige Tipps geben und Übungen zeigen um den richtigen Absprungpunkt zu finden.

Wo ist der ideale Absprungpunkt?

Zunächst einmal stellt sich die Frage: Wo ist überhaupt der ideale Absprungpunkt? Grob orientieren kann man sich an einer alt bekannten Faustregel: Man nehme den Sprung und kippe ihn gedanklich nach vorne um, dort befindet sich ungefähr der ideale Absprungpunkt.  Bei einem 90cm hohen Sprung ist der ideale Absprungpunkt also etwa 90cm vor dem Hindernis. Allerdings ist der ideale Absprungpungpunkt auch vom Tempo des Galoppsprungs des Pferdes abhängig. Ist man beispielsweise ziemlich flott unterwegs, liegt der ideale Absprungpunkt etwas weiter vorne. Also bei unserem 90cm Hindernis vielleicht bei etwa 100cm vor dem Sprung.

[adinserter name=“Reitsport Ads“]

Die richtige Grundlage schaffen

Um immer den idealen Absprungpunkt zu finden bedarf es einiges an Übung um das Auge des Reiters und des Pferdes zu schulen. Bevor es aber überhaupt ans Springen geht und sich die Frage nach dem perfekten Absprungpunkt stellt, sollte man zunächst die passenden Grundlagen schaffen. Den passenden Absprungpunkt zu finden hat auch viel mit Gefühl für den Galoppsprung und den Rhythmus des Pferdes zu tun. Deshalb möchte ich euch an dieser Stelle nochmal den Beitrag mit meinen 3 Übungen für mehr Rhythmus im Parcours ans Herz legen.

So sollte also schon bei der täglichen Arbeit und vorallem vor dem Springen das Grundtempo erarbeitet werden und der Rhythmus gehalten werden. Bekommt man dafür ein Gefühl, sollte man aber neben dem normalen Grundtempo auch ein erhöhtes und ein verringertes Grundtempo üben. Also zum Beispiel die Galoppsprünge verlängern, das etwas Tempo erhöhen und auch diesen Rhythmus konstant zu halten. Anschließend sollte man dann die verschiedenen Tempi fließend wechseln können ohne den Rhythmus dabei zu verlieren.

Vorangig rede ich in diesem Beitrag von einzelnen Hindernissen. Aber auch in Distanzen ist der ideale Absprungpunkt natürlich wichtig. Daher ist natürlich das Abgehen und Einschätzen der Distanzen unabdingbar.

So findest Du den richtigen Absprungpunkt

Den idealen Absprungpunkt finden

Oft wird zum Schulen des Auges eine Stange im Abstand von etwa 3m vor den Sprung gelegt. Meiner Meinung nach ist diese Übung vorallem für das Einschätzen der Distanz aus Sicht des Pferdes hilfreich. Für den Reiter ist sie manchmal sogar kontraproduktiv, da diese sich nur auf die Stange fokussieren und dabei immer auf den Boden schauen.

Viel besser üben kann man das ganze zunächst mit einer einzelnen Stange, welche dann später durch einen kleinen Sprung ersetzt wird. Diese Stange (oder später der Sprung) wird in die Galopparbeit eingebaut. Dabei sollte man sich nicht zu sehr auf das Finden des idealen Absprungpunktes konzentrieren, sondern viel mehr auf den Rhythmus. Durch einen konstanten Rhythmus kann auch das Pferd besser beim idealen Absprungpunkt unterstützen, da es einfach nicht gestört wird und sich voll und ganz auf seine Aufgabe konzentrieren kann. Galoppiere also in den verschiedenen Tempi über die einzelne Stange. Versuche vor dem Sprung die Galoppsprünge runter zu zählen. Schaffst Du es immer genau drei Galoppsprünge vorher anfangen zu zählen? Dann versuche es zu erschweren und beginne schon fünf oder sechs Galoppsprünge vorher rückwärts zu zählen.

Wichtig ist außerdem immer den Blick nach vorne zu richten. Nur so kannst Du die Distanz zum kommenden Sprung frühzeitig erkennen. Auch in Wendungen soll deshalb der Blick schon direkt zum Hindernis gehen. Wenn Dein Auge schon soweit geschult ist, dass Du bereits in der Wendung die Distanz erkennst, kannst Du nämlich noch den Bogen der Wendung vergrößern oder verkleinern um den idealen Absprungpunkt zu treffen.

Der Traum vom eigenen Fohlen - die Fohlenaufzucht

Der Traum vom eigenen Fohlen – Die Fohlenaufzucht [Teil 6]

Das kleine Fohlen hat endlich das Licht der Welt erblickt und der Traum vom eigenen Fohlen ist wahr geworden. Allerdings sollte man sich im Voraus schon Gedanken über eine argerechte Fohlenaufzucht des Sprösslings machen um dem Fohlen einen bestmöglichen Start in sein Leben zu bieten.

Eine gute Fohlenaufzucht

Eine gute Fohlenaufzucht ist nicht nur wichtig für die körperliche, sondern auch die seelische Entwicklung des jungen Pferdes. Fehler, die in der Zeit der Aufzucht gemacht werden, können schwer wieder ausgebügelt werden.

Grundstein einer artgerechten und guten Fohlenaufzucht sind ausreichende Bewegungsmöglichkeiten und Sozialkontakte. Zwar sollte das Fohlen in seinen ersten Lebenstagen nur mit der Mutter geduldig an seine Umgebung und vorallem auch den Weidezaun gewöhnt werden, doch wenn es anschließend mit der Mutterstute in eine Stuten-Fohlen-Herde kommen. Hier kann es mit Gleichaltrigen spielen und Sozialkontakte pflegen.

[adinserter name=“Reitsport Ads“]

Das Fohlen sollte in erster Linie natürlich Pferd sein dürfen. Allerdings sollten natürlich auch schon einige Grundregeln erlernt werden. Der Mensch sollte eine verlässliche Führungsperson für das Fohlen sein. So steht anfangs natürlich auch immer die Mutterstute zur Seite des unerfahrenen Fohlens, während es die Berührungen des Menschen kennenlernt. Verzichte auf zu langes Üben oder Überfordern des Fohlens. Nach und nach kann es in seinem jungen Lebensalter aber auch schon an das Halfter gewöhnt werden, Putzzeug kennen lernen und lernen geführt zu werden.

Auch sind von Beginn an regelmäßige Termine beim Schmied zu empfehlen. Diese dienen in erster Linie zur Vorsorge und sollen mögliche Fehlstellungen frühzeitig erkannen. So können diese rechtzeitig korrigiert werden. Auch regelmäßige Impfungen und Wurmkuren sollten vom Tierarzt des Vertrauens durchgeführt werden. Am besten sollten Entwurmungen natürlich gleichzeitig in der ganzen Herde durchgeführt werden.

Vom Fohlen zum Jungpferd

Schnell wird man merken, dass das aufgeweckte und neugierige Fohlen zu einem selbstständigen Jungpferd heranwächst. Schon nach dem zweiten Lebensmonat trinkt es zwar noch die Milch der Stute, kann aber schon Körner- und Raufutter verwerten. Hier sollte man ein ausgewogenes Fohlenfutter zufüttern. Dieses enthält wichtige Vitamine und Mineralstoffe für ein gesundes Wachstum des Fohlens. Wichtig ist allerdings, dass das Fohlen schlank gehalten wird – aber natürlich nicht mager. Ausreichend Bewegung und Beschäftigung mit Artgenossen sorgen allerdings in den meisten Fällen für den nötigen „Sport“.

Der Traum vom eigenen Fohlen - die Fohlenaufzucht

Ein Absetzen des Fohlens erfolgt in der Regel nach rund 6 Monaten. Spätestens sollte dies allerdings nach rund 8 Monaten erfolgen, um die Stute zu schonen. Denn so ein kleines milchsaugendes Jungpferd, kann eine Stute ganz schön ausmergeln. Das Absetzen kann nach und nach oder abprubt erfolgen. Hilfreich ist natürlich, wenn das Fohlen direkt in eine Herde mit anderen Absetzern kommt. So ist der Trennungsschmerz schnell überwunden.

Aber auch die Jungpferde-Herde sollte genügend Bewegung, Licht und Luft haben. Das heißt im Sommer große Weiden und im Winter Offen- oder Laufställe mit großen befestigten Paddocks. Ein abwechslungsreiches Gelände schult die Trittsicherheit und fördert die Aufmerksamkeit. Auch eine bedarfsgerechte Fütterung ist in diesem Alter wichtig. Die Jungpferde sollten zudem nicht verwildern und regelmäßig den Kontakt zu Menschen haben. Sei es bei der Fütterung, der Kontrolle der Herde oder ähnlichem. Es sollte ein gesunder Mix zwischen „Pferd sein“ und „Kennenlernen mit dem Menschen“ sein.

So findest Du einen guten Reitlehrer

So findest Du einen guten Reitlehrer

Es ist ein sehr leidiges Thema, was sicher jeder Reiter schonmal durchlitten hat – die Suche nach einem guten Reitlehrer. Sei es der Reitanfänger, der auf der Suche nach seinem ersten Reitlehrer ist oder der fortgeschrittene Reiter, der sich weiterentwickeln möchte.

Warum Reitunterricht?

Ich bin ganz klarer Befürworter des Reitunterrichts. Für Anfänger ist dieser sowieso unerlässlich, aber auch Fortgeschrittene und Profis können sich immer weiterbilden. So kann man auch schon hundert Pferde ausgebildet haben, aber beim nächsten steht man vor ganz neuen Problemen. Denn immerhin ist jedes Pferd ein Individuum und bringt dementsprechend auch neue Herausforderungen mit sich.

Sicherlich findet man heute viele Informationen in Büchern, in Videos oder auf Blogs. Diese sind natürlich eine wundervolle Inspiration und bilden auch gute Grundlagen oder andere Blickwinkel, ersetzen aber niemals die individuelle Unterstützung eines Reitlehrers.

So findest Du einen guten Reitlehrer

Wie finde ich einen guten Reitlehrer?

Der erste Ansatz für die Suche nach dem passenden Reitlehrer sind meistens Empfehlungen von Freunden oder Bekannten. Auch kann man mittlerweile sehr gut im Internet nach Trainern in der Umgebung recherchieren. Findest Du keinen passenden Trainer in Deiner Nähe, kannst Du natürlich auch Lehrgänge besuchen oder einfach mal Online-Reitstunden* (Werbelink) ausprobieren.

Ein guter Reitlehrer nimmt sich Zeit für Deine Fragen und ist geduldig und einfühlsam. Der Unterricht ist dabei vielseitig und es gibt auch immer wieder Theorie- und Sitzschulungseinheiten. Neben Standardübungen wirst Du und Dein Pferd auch immer wieder gefordert um euch weiterzuentwickeln. Das Wohl des Pferdes und dementsprechend auch ein gewaltfreier und respektvoller Umgang mit dem Pferd sollten dabei immer im Vordergrund stehen.

[adinserter name=“Reitsport Ads“]

Gibt es überhaupt den perfekten Reitlehrer?

Zum Abschluss noch die Frage nach dem einen Trainer und der einzig richtigen Trainingsmethode. Ich selbst habe nicht nur seit rund 7 Jahren meine Trainerlizenz im Reitsport, sondern habe es auch selbst oft als Reitschüler erlebt: Trainer sind oft beleidigt, wenn man sich auch noch Tipps von einem weiteren Trainer einholt.

Fakt ist – niemand weiß alles und nicht immer funktioniert die eigene Methode bei jedem Reiter-Pferd-Paar. So sollten Trainer sich nicht hintergangen fühlen, wenn sich der Schüler noch weiteres Wissen von einem anderen Trainer holt. Vielmehr kann man es auch nutzen um den eigenen Horizont und den Erfahrungsschatz dadurch zu erweitern.

Und als Schüler sollte man immer abwägen, ob der Reitlehrer gut für sich und sein Pferd passt. Das kann auch bedeuten, dass der so hoch angepriesene Lieblingstrainer der besten Freundin für einen gar nicht passt. Deshalb holt euch auch gerne weitere Anreize von anderen Trainern und entwickelt euch weiter.

Der Traum vom eigenen Fohlen – Die Fohlengeburt [Teil 5]

Es ist wohl einer der emotionalsten Momente und ich kann mich glücklich schätzen, so einen Moment einmal miterlebt zu haben – eine Fohlengeburt.

Und gerade die Geburt von dem eigenen Fohlen ist wohl nochmal eine Hausnummer emotionaler. Nach rund 11 Monaten Trächtigkeit ist es endlich so weit. Gerade unerfahrenen „Hobbyzüchtern“ möchte ich an dieser Stelle aber nochmal ans Herz legen, sich erfahrene Unterstützung zu suchen. Der Tierarzt sollte um den errechneten Geburtstermin Bereitschaftsdienst haben um vorallem bei möglichen Komplikationen einschreiten zu können.

Anzeichen auf die bevorstehende Fohlengeburt

Eine Fohlengeburt kündigt sich meist schon einige Tage vorher an und kann von aufmerksamen und erfahrenen Pferdebesitzern erkannt werden. Es bilden sich Ödeme am Unterbauch, den Hintergliedmaßen und in der Eutergegend der Stute. Durch das Einsinken der Beckenbänder wirkt die Stute außerdem etwas eingefallen oder spitz. Auch der Schweif steht dadurch leicht ab.

Außerdem bilden sich ein bis sechs Tage vor der Geburt in der Regel Harztropfen am Euter der Stute und der Milchfluss setzt ein. Die Stute kann kurz vor der Geburt außerdem etwas unruhig sein. So beginnen manche Stute vor der Fohlengeburt vermehrt zu schwitzen oder treten gegen ihren Bauch.

[adinserter name=“Reitsport Ads“]

Die Fohlengeburt

In der Regel verlaufen 95% der Geburten ohne Komplikationen und ohne menschliche Unterstützung. Wichtig ist vorallem sich während der Geburt ruhig zu verhalten um die Stute nicht zu stören.

Die erste Phase einer Fohlengeburt ist die Eröffnungsphase. Hier treten rund zwei bis drei Stunden vor der Geburt die Eröffnungswehen ein. Dadurch wird das Fohlen gestreckt und in die richtige Position gebracht. Durch das platzen der Fruchtblase wird die zweite Phase – die Austreibungsphase – eingeleitet. Die Stute legt sich nun hin und gebärt durchschnittlich in 10 bis 30 Minuten ihr Fohlen. Dabei kommt das Fohlen bestenfalls in gestreckter Vorderendlage zur Welt. Das heißt, mit den ausgestreckten Vorderbeinen zuerst und dem darauf ruhenden Kopf.

Das Fohlen befindet sich noch in der Eihülle, die von der Stute zerbissen wird und so das Maul und die Nüstern des Fohlens befreit werden. Durch das Lecken der Nüstern wird der Atem des Fohlen angeregt. Die Nabelschnur reißt in der Regel von alleine durch das Aufstehen der Stute.

Die ersten Stunden danach

Ist das Fohlen auf der Welt beleckt die Stute das Neugeborene und stimuliert somit den Kreislauf. Sofern die Stute noch ziemlich geschafft von der Geburt ist, kann hier auch schon der Mensch das Fohlen vorsichtig mit Stroh trockenreiben.

Relativ zügig – meist schon innerhalb der ersten Stunde – steht das Neugeborene schon auf seinen langen wackeligen Beinen. Wichtig ist aber vorallem, dass es nun das lebenswichtige Kolostrum (oder auch als Biestmilch bekannt) trinkt. Denn dieses wird nur innerhalb der ersten Tage von der Stute produziert und die Konzentration von Antikörpern ist nach der Geburt am höchsten. Fohlen saugen etwa 7-10 Mal pro Stunde und trinken am ersten Tag etwa 10% ihres Körpergewichtes.

Aber nicht nur das Fohlen will während den ersten Stunden genau beobachtet werden, sondern auch die Mutterstute. Denn ebenso wichtig ist es, dass diese innerhalb von zwei Stunden nach der Geburt die Nachgeburt ausscheidet und diese auf Vollständigkeit überprüft wird.

Das Fohlen muss außerdem bis spätestens sechs Stunden nach der Geburt das sogenannte Darmpech absetzen. Außerdem wird in dieser Zeit auch das erste Mal Harn abgesetzt. Ein gutes Zeichen sind natürlich ein reges Interesse des Fohlens an seiner Umwelt und ein guter Bewegungsdrang.

Der Traum vom eigenen Fohlen - Die Trächtigkeit

Der Traum vom eigenen Fohlen – Die Trächtigkeit [Teil 4]

Nach der ganzen Theorie vorab, wird es nun ernst: dieser Teil der Traum vom eigenen Fohlen-Reihe handelt von der Trächtigkeit der Stute. Um genau zu sein vom Zyklus, über den richtigen Zeitpunkt des Deckens bis zum Management einer trächtigen Stute.

Achtung! Ich bin kein Tierarzt – alle Informationen sind gründlich recherchiert und als Empfehlungen zu verstehen. Bitte sprechen Sie bezüglich Bedeckungszeitpunkt, Impfungen etc. mit dem Tierarzt ihres Vertrauens!

Der Zyklus einer Stute

Eine Stute wird mit einem Alter von 12-18 Monaten geschlechtsreif. Die Zuchtreife erreicht sie allerdings erst mit drei Jahren.

Außerdem sind Pferde nur saisonal Fortpflanzungsbereit. Die ersten Rossezeichen sind meist schon im Januar oder Februar eines Jahres zu erkennen. Allerdings entsteht daraus noch kein regelmäßiger Zyklus und die Eizellen reifen oft nicht heran.

Erst ab etwa März / April werden die Zyklen regelmäßig und die Stute ist fruchtbar. Ein Zyklus dauert zwischen 19 und 24 Tagen. Plötzliche Wetterwechsel können aber auch den Zyklus unterbrechen oder auch einen vorzeitigen Eisprung auslösen. Fruchtbar ist die Stute nur in der Rosse, welche 5 bis 7 Tage beträgt. Eine Stute mit regelmäßigem Zyklus hat also circa alle 14 Tage einen Eisprung und kann bedeckt werden.

Im Oktober / November endet dann die Zyklusaktivität der Stute wieder und ruht über den Winter.

Der Traum vom eigenen Fohlen - Die Trächtigkeit

Die Trächtigkeit

Eine Stute ist zwischen 320 und 355 Tagen (ca. 11 Monate) tragend. Die beste Jahreszeit um demnach seine Stute decken zu lassen ist der Frühling.

Ob eine Trächtigkeit vorliegt wird meistens zwischen dem 15. und 21. Tag eine Ultraschalluntersuchung des Tierarztes durchgeführt. Eine Trächtigkeit wird so in 97% der Fälle bestimmt. Bei einer zweiten Ultraschalluntersuchung nach etwa zwei bis drei Monaten wird die Trächtigkeit nochmals überprüft, da etwa 10-15% der Embryonen innerhalb der ersten 30 Tage resorbiert werden.

Bei einer Ultraschalluntersuchung können außerdem Zwillinge frühzeitig erkannt werden und gegebenenfalls geeignete Maßnamen eingeleitet werden.

Zwischen dem 45. und 90. Trächtigkeitstag kann zusätzlich noch ein Bluttest gemacht werden. Wird hier das PMSG Hormon nachgewiesen, ist die Stute mit einer 100%igen Sicherheit trächtig.

[adinserter name=“Reitsport Ads“]

Management einer trächtigen Stute

Bei trächtigen Stuten sollte Stress und Überbelastung vermieden werden, da so die Gefahr der Resorption steigt.

Während den ersten 4 Monaten der Trächtigkeit sollte eine Stute weder geimpft noch entwurmt werden. Die Stute sollte allerdings zwingend vor dem Bedecken Grundimmunisiert sein und dann während der Trächtigkeit im fünften, siebten und neunten Monat geimpft werden.

Durch eine Tetanus-Impfung etwa vier Wochen vor der Geburt, erhält die Kolostralmilch eine deutlich erhöhte Konzentration von Influenza- und Starrkrampfabwehrstoffen. Ebenso sollte sie zwei bis vier Wochen vor der Geburt entwurmt werden.

Auch die Fütterung muss während der Trächtigkeit angepasst werden. So steigt der Energiebedarf bis zu auf das 1,4-fache während der Trächtigkeit an. Ein gutes Zuchtmüsli enthält deutlich mehr Eiweiß und die nötigen Mineralstoffe (Calcium, Vitamin E, Selen, ß-Carotin etc) für trächtige Stuten.

Muss die Stute zum Abfohlen den Stall wechseln, sollte dies spätestens 4 bis 6 Wochen vor dem errechneten Abfohltermin geschehen. So kann sich ihr Immunsystem an das Keim-Milieu im neuen Stall anpassen. Diese stallspeziefischen Antikörper reichern sich ebenfalls in der Kolostralmilch an.

Traum vom eigenen Fohlen - Der passende Deckhengst

Der Traum vom eigenen Fohlen – Der passende Deckhengst [Teil 3]

Nachdem man die eigene Stute nun gründlich beurteilt hat und sich Gedanken über die Eigenschaften des zukünftigen Fohlens gemacht hat, geht es an die Hengstauswahl. Viele Hengstschauen gibt es im Jahr und man fragt sich als Laie, warum da so eine Wissenschaft daraus gemacht wird. Für meinen zukünftigen Freizeitpartner reicht doch auch der brave Hengst aus dem Nachbarstall. Aber halt – denn egal ob zukünftiges Freizeit- oder Sportpferd – man will natürlich ein gesundes Pferd züchten, dass frei von Erbkrankheiten, körperlichen und Charakterfehlern ist.

Die Eigenschaften des Deckhengstes

Der ausgewählte Deckhengst sollte bestmöglich die Schwächen der Stute ausgleichen. Ist die Stute vielleicht besonders klein, sollte man sie mit keinen kleinen Hengst anpaaren. Jetzt mag man vielleicht denken, dass man doch einfach die Stute mit dem genauen Gegenteil anpaart. Also beispielsweise eine kleine, leichte Stute mit einem großen, schweren Hengst. Das Problem bei so einer extremen Verpaarung ist allerdings, dass das Endprodukt nun gar nicht vorhersehbar ist. Gerade in die Zucht über mehrere Generationen wäre so überhaupt nicht mehr wirklich kontrollierbar.

Die Eigenschaften des Hengstes sollten also die der Stute bestmöglich ergänzen. Durch diese Selektion können aktuelle Schwächen in den nächsten Generationen regelrecht ausgemerzt werden. Das klingt zwar im ersten Moment hart, aber nur dieses gezielte Selektieren bringt die Zucht voran. Und das bedeutet ja nun auch nicht, dass man mit der perfekten Anpaarung von Stute und Hengst immer den nächsten Olympia-Kandidaten zur Welt bringt. Es spielen ja so viele Faktoren eine Rolle, dass es eben nie genau vorherzusehen ist, was am Ende dabei rauskommt. So kann aus einer Top-Verpaarung auch ein klassischen Amateur-Pferd geboren werden.

[adinserter name=“Reitsport Ads“]

Die Auswahl des passenden Hengstes

Um den passenden Hengst aus den hundert möglichen Hengsten auswählen zu können, sollte man sich auch mit der Nachzucht des Hengstes sowie ähnlichen Anpaarungen und Nachkommen ähnlicher Blutlinien der eigenen Stute anschauen. So kann man noch besser einschätzen, wie sich die verschiedenen Linien vererben.

Ist das Fohlen für den Verkauf bestimmt, bietet sich ein bekannter Hengst. Das steigert oft das Interesse der Käufer mehr, als wenn das Fohlen von einem Junghengst stammt, der noch nicht viele Nachkommen vorzuweisen hat. Auch wenn die Stute noch keine Fohlen bieten sich bereits häufig eingesetzte Deckhengste als möglicher Vater des zukünftigen Fohlens an. Das hat den Grund, dass man hier eben viel besser einschätzen kann, wie sich der Hengst vererbt. Hier kann beispielsweise die FN Zuchtwertschätzung zur Hand gezogen werden, in dem die Hengste nach einem Modell für ihre erblich bedingte Leistungsfähigkeit klassifiziert werden.

Hat meine seine Favoriten herausgefiltert geht es ans live anschauen. Ob auf dem nächsten Turnier, einer Hengstschau oder direkt auf der Hengststation in der täglichen Arbeit. Eine gewisse Sympathie muss ja auch zum Hengst vorhanden sein und außerdem stehen die Mitarbeiter der Hengststation mit langjähriger Zuchterfahrung auch gerne beratend zur Seite.

Allerdings darf auch nie außer acht gelassen werden, dass auch die Stute eine große Rolle bei der Vererbung spielt. Eine Faustregel besagt, dass sich die Gene des zukünftigen Fohlens aus rund 70% der Stute und nur 30% des Hengstes zusammensetzen.

Traum vom eigenen Fohlen - Der passende Deckhengst

Art der Besamung

Wichtig ist natürlich auch, dass der ausgewählte Hengst für das Zuchtbuch der Stute zugelassen ist. Dann stellt sich noch die Frage der Art der Besamung.

Nur noch selten angeboten wird der Natursprung, der allerdings die besten Chancen auf eine Trächtigkeit erzielt. Gerade für ältere Stuten oder Stuten die schlecht aufnehmen ist dies eine gute Möglichkeit. Allerdings ist hier das Verletzungsrisiko – vorallem für den Hengst – ziemlich hoch. Auch die Entfernung zwischen Hengststation und Stute macht es manchmal nicht möglich.

Alternativ dazu gibt es noch die künstliche Besamung mit Frisch-, Kühl- oder Gefriersperma. Der entsprechende Hengst wird dann auf der Hengststation zum richtigen Zeitpunkt abgesamt und der Samen per Expressversand verschickt. Die Stute kann dann bequem vom Tierarzt zuhause besamt werden. Allerdings muss bei der künstlichen Besamung das Timing stimmen. Verpasst man den Eisprung der Stute, muss man bis zur nächsten Rosse oder vielleicht sogar bis zum nächsten Jahr warten.

12 Tipps für besseres Parcours besichtigen

12 Tipps für besseres Parcours besichtigen

Während die Dressurreiter ihre Prüfungsaufgabe schon zuhause üben können, stellen sich die Springreiter bei jeder Prüfung einer neuen Herausforderung. Damit Du Dich bei Deinem nächsten Turnier noch besser vorbereiten kannst, gebe ich Dir jetzt meine 12 Tipps für ein besseres Parcours besichtigen.

Orientieren vor der Parcoursbegehung

Schon vor der offiziellen Parcoursbegehung sollte man sich einmal einen groben Überblick verschaffen, sofern es natürlich die Zeit zulässt.

1. Parcoursskizze anschauen

Die Parcoursskizze hängt manchmal am Einritt aus oder kann an der Meldestelle angefragt werden. So kannst Du Dir schon vor der Parcoursbegehung einen Überblick verschaffen. Hier gibt es zum einen ein paar Nebeninformationen wie die Länge, das Tempo, die erlaubte Zeit, Höchstzeit und ggf. den Stechparcours. Aber auch Einritt und Richterturm sind eingezeichnet. Das ganze ist zwar meistens nicht Maßstabsgetreu, aber reicht für einen Überblick defintiv aus.

2. Halten, Grüßen, Losreiten

Auch ganz wunderbar vor dem Besichtigen des Parcours kann man sich schon einmal anschauen wie man am besten Einreitet, an welcher Stelle man grüßt und wie man dann einen perfekten Weg zum ersten Sprung findet. Bevorzugen Du und Dein Pferd zum Beispiel ein Sprung aus einer Rechtswendung, kann man das – je nach Parcours, schon einmal einplanen. Achte dabei natürlich auch darauf, dass Deine Ideallinie zum ersten Sprung durch die Startlinie führt.

3. Ordnungsgemäße Reitkleidung

Es ist zwar nicht wirklich ein Tipp zum bessern Parcoursbesichtigen, aber ich finde es dennoch sehr wichtig sich am Turnier an gewisse Regeln und Vorgaben zu halten. Die Parcoursbegehung beginnt erst, wenn der Parcours von einem Richter freigegeben wurde. Meistens erfolgt dies durch eine kurze Durchsage oder ein einfach Läuten der Richterglocke. Eine Parcoursbegehung vor der offiziellen Freigabe macht außerdem gar keinen Sinn, da hier und da so lange noch etwas verändert werden kann.

Außerdem ist eine ordnungsgemäße Reitkleidung beim Parcours abgehen Pflicht. Das heißt: weiße Reithose, Reitstiefel, mindestens Turnierbluse und der Reithelm! Sicherlich mag es auf dem ein oder anderen Turnier auch geduldet sein, wenn man mal schnell ohne Helm oder in Turnschuhen durch die Parcoursbesichtigung huscht. Ich persönlich habe das auch manchmal aus Zeitgründen gemacht, wurde aber tatsächlich sogar das ein oder andere Mal aus dem Parcours geworfen. Daher denk am besten direkt an Deine passende Reitkleidung.

12 Tipps für besseres Parcours besichtigen

Meine Tipps für Deine Parcoursbesichtigung

Eine Parcoursbesichtigung zu Fuß ist meiner Meinung nach unabdingbar und dient nicht nur der idealen Linienführung, dem Distanzen abmessen sodern auch zum besseren Einschätzen von verschiedenen Situationen. Außerdem ist in manchen Jungpferdeprüfungen auch eine Parcoursbegehung mit Pferd erlaubt. Dies kann man gerade bei Youngstern oder unerfahrenen Pferden nutzen um Ihnen die Sprünge vorab zu zeigen.

4. Immer entlang der Idealline

Beim Abgehen des Parcours solltest Du auch möglichst genau den Weg ablaufen, den Du später reiten möchtest. So prägt man sich nicht nur am besten den Weg ein, sondern erkennt auch von vorneherein schwierige Situationen. Beispielsweise die Optik und den Stand der Sprünge. Steht der Sprung vielleicht zum Ausgang? Ist er von der „schlechten Hand“ anzureiten? Oder ist es an sich ein sehr glotziges Hindernis? So ist man schonmal auf viele mögliche Situationen vorbereitet und kann dann im Fall der Fälle relativ entspannt und konsequent auf sein Pferd einwirken und es unterstützen.

5. Den nächsten Sprung im Blick haben

Außerdem sollte man nicht immer nur den Anreitweg zum aktuellen Sprung im Kopf haben, sondern auch den Weg danach zum nächsten Hindernis. Wird beispielsweise die Hand gewechselt? Folgt eine schwierige Distanz oder eine enge Wendung? Denn so kann man sich über dem aktuellen Sprung schon auf die folgende Aufgabe vorbereiten.

6. Bodenverhältnisse beachten

Nicht zu unterschätzen sind außerdem die Bodenverhältnisse. In Reithallen wohl eher seltener, aber auf Außenplätzen und vorallem Grasplätzen kommt es schon mal vor, dass es mal etwas bergauf oder bergab geht. Bergauf muss man dann etwas mehr zureiten und bergab das Pferd etwas mehr versammeln. Auch sehr nasse und rutschige Stellen oder tiefe Löcher können durch das Betrachten der Bodenverhältnisse möglichst gemieden werden.

[adinserter name=“Reitsport Ads“]

7. Distanzen abgehen

Der wohl bekannteste Part ist das Abgehen der Distanzen mit dem „Meterschritt“. So findet man die vorgegebene Anzahl der Galoppsprünge heraus.
Die Angaben in der Tabelle sind circa-Angaben und beziehen sich auf ein Großpferd.

7,10 – 8,00m 1 Galoppsprung
10,30 – 11,00m 2 Galoppsprünge
14,00 – 15,00m 3 Galoppsprünge
17,50 – 18,50m 4 Galoppsprünge
21,00 – 22,00m 5 Galoppsprünge
24,50 – 25,50m 6 Galoppsprünge

Allerdings ist dies natürlich nicht so individuell zu sehen, sondern vorallem von der Länge des Galoppsprungs des eigenen Pferdes abhängig. Aber auch die Charaktereigenschaften des Pferdes spielen hier eine Rolle: ist es eher faul oder stürmt in Distanzen gerne etwas los? Ist es vielleicht sogar sehr guckig? Auch ob die Distanz auf einer geraden oder gebogenen Linie ist sollte hier beachtet werden.

8. Trainer um Hilfe bitten

Selbstverständlich und für Einsteiger unbedingt zu Empfehlen ist die Unterstützung des eigenen Trainers. Dieser kennt sowohl Reiter als auch Pferd und kann verschiedene Parcoursabschnitte erklären und hilfreiche Tipps geben. Ebenso kann man natürlich auch ein bis zwei weitere Personen fragen, wie sie Aufgabe x oder Distanz y lösen. Allerdings sollte man hier immer beachten, dass die Personen auch das Pferd kennen um eben möglichst nützliche Tipps geben zu können.

9. Ziellinie nicht vergessen!

Ich denke dieser Punkt sollte klar sein – der Parcours beginnt bei der Startlinie und endet nach der Ziellinie. Demnach unbedingt anschauen wo diese aufgestellt ist, damit der super Ritt am Ende nicht wegen eines solch dummen Fehlers nicht richtig gefeiert werden kann.

12 Tipps für besseres Parcours besichtigen

Nach dem Parcours besichtigen

Aber auch nach der Parcoursbesichtigung kann man noch einiges zur letzten Vorbereitung beachten:

10. Lösungsansätze anschauen

Sofern nach der Parcoursbesichtigung noch etwas Zeit bis zum eigenen Abreiten ist, kannst Du Dir die ersten zwei bis drei Reiter anschauen. So bekommst Du einen ersten Eindruck von vielleicht noch nicht erkannten Schwierigkeiten im Parcours und kannst Dir auch einmal die Distanzen anschauen. Natürlich können Linienführung und Distanzen nicht einfach so für das eigene Pferd übernommen werden, aber es hilft wie gesagt sich nochmal ein paar Punkte im Parcours genauer anzuschauen und daraus dann Lösungsansätze für das eigene Pferd zu konzipieren.

11. Sprünge kurz zeigen

Oft ist es so, dass man schon in den Parcours reiten darf, wenn der Reiter vor einem dran ist. Diese zwei Minuten kann man nutzen, um dem Pferd den Platz, Publikum und das ein oder andere beängstigende Hinderniss zu zeigen. Wichtig ist hierbei natürlich, dass der aktuelle Reiter nicht bei seinem Parcours behindert wird! Also immer Augen auf und am besten schon vorher überlegen, was man dem Pferd zeigen möchte und wie man dem anderen Reiter dabei nicht in die Quere kommt.

12. Eine gute Vorbereitung ist nicht immer alles

Nun hast Du Dir also den Parcours angeschaut, die Distanzen abgemessen und die Ideallinie für Dich und Dein Pferd ausgemacht. Blöd, wenn man dann mal den Einsprung einer Distanz anders als geplant erwischt oder das Pferd an einer Stelle des Parcours etwas klemmt. Das Parcoursbesichtigen ist wichtig und unabdingbar. Allerdings sollte man während des Parcoursreitens immer auf das Pferd reagieren. Man sich beispielsweise für die Distanz für 5 Galoppsprünge vorwärts entschieden. Das Pferd klemmt aber nun wie verrückt und ist unsicher. In so einer Situation sollte man vom vorher geplanten Weg abkommen und lieber 6 versammelte Galoppsprünge reiten um dem Pferd wieder mehr Sicherheit und Vertrauen zu geben.

Der Traum vom eignene Fohlen - Eignung der Stute zur Zucht

Der Traum vom eigenen Fohlen – Eignung der Stute zur Zucht [Teil 2]

Wir träumen den Traum vom eigenen Fohlen weiter und nachdem nun die optimalen Voraussetzungen soweit geschaffen sind dreht nun alles um die eigene Stute. Denn leider ist nicht jede Stute auch gleich eine gute Zuchtstute und damit in der Lage gesunde und rittige Nachkommen in die Welt zu setzen.

Gesundheits-Check der Stute

Bevor also der Gedanke vom eigenen Fohlen weitergedacht werden kann, sollte die Stute einem Gesundheits-Check unterzogen werden. Dabei ist nicht nur die allgemeine Gesundheit – Gewicht, akute Infekte, regelmäßige Impfungen – wichtig, sondern auch ob sie Träger von möglichen Erbkrankheiten ist. Dies sollte vorab durch den Tierarzt beziehungsweise ein Labor überprüft werden.

Oft kommt ja der Gedanke des eigenen Fohlens auf, wenn die Stute plötzlich nicht mehr reitbar ist. Verletzungen schließen eine Stute nicht grundsätzlich aus, allerdings sollte man auch hier noch einmal Rücksprache mit dem Tierarzt halten, ob die Stute trotz ihrer Verletzung die Belastung der Trächtigkeit tragen kann. Außerdem nimmt die Fruchtbarkeit von Stuten schon ab dem 8. Lebensjahr ab. Sofern die Stute vorher noch kein Fohlen hatte, ist die Gefahr größer, dass sie nicht trächtig wird oder den Follikel in einem frühen Stadium resorbiert. Neben einem Hengst mit guter Samenqualität kann auch hier der Tierarzt unterstützend zur Seite stehen.

Der Traum vom eignene Fohlen - Eignung der Stute zur Zucht

Beurteilung von Exterieur und Interieur

Nun haben wir im ersten Teil von den Anforderungen an das zukünftige Fohlen gesprochen. Diese sind natürlich auch abhängig von der Mutterstute. Deshalb ist es wichtig, seine Stute ganz objektiv beurteilen zu lassen. Das kann entweder vom Zuchtverband sein, von einem erfahrenen Züchter oder auch Hengststationen stehen hier gerne beratend zur Verfügung. Denn nur wenn man die Schwächen seiner Stute kennt, kann man diese mit einer guten Verpaarung versuchen auszugleichen. Hat die Stute vielleicht einen übermäßig langen Rücken? Ist sie sehr klein oder sehr groß? Könnte der Galopp noch etwas raumgreifender sein oder am Sprung gibt es noch Verbesserungspotential?

Aber nicht nur das Exterieur der Stute spielt eine wichtige Rolle – sondern auch das Interieur. Es ist leider ein weit verbreitetes Gerücht, dass eine wilde Stute bestimmt mit einem Fohlen ruhiger wird. Sicherlich mag es solche Fälle geben, aber an dieser Stelle muss man sich bewusst die Frage stellen, ob man das Risiko für ein weiteres wildes Jungpferd eingehen möchte? Dabei möchte ich das Temperament gar nicht schlecht reden – ich liebe Pferde die sich ein bisschen zwischen Genie und Wahnsinn befinden. Es geht viel mehr um gefährliche Unarten und Verhaltensweisen, wie Steigen oder kopfloses Verhalten.

[adinserter name=“Reitsport Ads“]

Die Stutbuchaufnahme

Durch die Stutbuchaufnahme bekommt das Fohlen später seinen Abstammungsnachweis und ist dadurch natürlich etwas „mehr wert“, als Pferde ohne Abstammungsnachweis.

Ist die Stute bisher noch nicht in der Zucht aktiv gewesen, muss sie noch ins Stutbuch des jeweilig zuständigen Zuchtverbandes aufgenommen werden. Beziehungsweise bekommt nur so das Fohlen später seinen Abstammungsnachweis und ist etwas „mehr wert“, als Pferde ohne Abstammungsnachweis. Der Aufwand hält sich dadurch in Grenzen, dass die Stutbuchaufnahme auch noch im Jahr des Abfohlens- also mit dem Fohlen bei Fuß – gemacht werden kann. Die Stute wird dabei von einer Richterkommission an der Hand beurteilt, dabei muss sie im Trab auf der Dreicksbahn und später im Schrittring vorgestellt werden.

Stutenschauen und Zuchtstutenprüfungen müssen nicht zwangsläufig absolviert werden, dies ermöglicht der Stute nur in die „besseren“ Stutbücher des Verbandes eingetragen zu werden und bestimmte Titel zu bekommen. Eine tolle Übersicht über Stutbuchaufnahme, Stutenschau und Zuchtstutenprüfung findet ihr beim Hannoveraner Verband. Ebenso lohnt sich auch mal ein Blick in die FN Züchterfibel.

Die richtige Turniervorbereitung + gratis Turniercheckliste [Freebie]

Die richtige Turniervorbereitung + gratis Turniercheckliste [Freebie]

Wenn es einem noch nicht selbst passiert ist, dann hat man sicherlich schon von den Reitern gehört, die zuhause ihren Helm oder sogar das Pferd vergessen haben. Selbst mir, die fast jedes Wochenende auf Turnieren unterwegs war, ist es einige Male passiert. Und selbst wenn nicht, sitzt man die ganze Fahrt mit einem unguten Gefühl im Auto, dass einem unermütlich ins Ohr flüstert: „Du hast etwas vergessen!“

Die richtige Turniervorbereitung ist alles!

Nach unzähligen Turnieren habe ich gelernt – die richtige Turniervorbereitung ist alles und erspart sowohl Reiter, als auch Pferd einiges an Stress.

Dabei fängt die richtige Turniervorbereitung schon abseits des Stalls – nämlich zuhause – an. Denn ich bin trotz des digitalen Zeitalters immernoch der Meinung, dass man sich die Zeiteinteilung ausdrucken sollte. So müsst ihr euren Helfern nicht immer erst ein Handy in die Hand drücken, die Datei öffnen etc. Sondern sie können ganz einfach kurz auf das gute alte Stück Papier schauen. Wenn man dann gerade schon am PC sitzt, sollte man sich außerdem noch fix die Kopfnummern notieren und im besten Fall schon direkt einstellen.

Gerne vergisst man auch mal, wann die letzte Impfung war. Deshalb gilt auch hier zu überprüfen, ob die Impfungen des Pferdes noch aktuell sind. Außerdem – und sicher viel zu selten gemacht – sollte der Pferdeanhänger oder -transporter vorher einmal kurz gechecked werden. Ist genug Luftdruck auf den Reifen? Funktionieren alle Lichter? Sind Bremsen noch in Ordnung? Ist man mit diesen Aufgaben regelmäßig hinterher, dauert dies auch nur wenige Minuten.

Ich persönlich hacke auch gerne schon am Abend vor dem Turnier ab. Das hat den Vorteil, dass man am nächsten Tag direkt auf der vorläufigen Starterliste steht und einen groben Überblick bekommt.

Im Stall gibt es auch noch einiges zu erledigen. Zunächst einmal muss natürlich das Pferd herausgeputzt werden. Bei mir heißt das immer Schweif waschen – manchmal auch Mähne oder gleich das gesamte Pferd. Je nach Prüfung und eigenen Vorlieben steht dann noch das Einflechten – oder wer es kann auch das Einnähen – der Mähne an. Außerdem gehören natürlich Sattelzeug und Reitstiefel ordentlich geputzt.

Auch noch super am Tag vor dem Turnier kann man schon das Heunetz befüllen und im besten Fall schon die ganzen Turniersachen packen.

Die richtige Turniervorbereitung + gratis Turniercheckliste [Freebie]

Die ultimative Turniercheckliste

Aber was braucht man denn jetzt alles auf dem Turnier? Beginnen wir bei dem Reiter: Unabdingbar sind natürlich die weiße Reithose, ggf. Reitsocken, eine Turnierbluse und das Jackett. Außerdem dürfen natürlich Reitstiefel und Reithelm nicht fehlen. Die Dressurreiter ersetzen diesen eventuell durch ihren Zylinder und dürfen natürlich auch das Plastron nicht vergessen.

Je nach Geschmack dürfen auch Reithandschuhe, Sporen und Gerte nicht fehlen. Spring- und Buschreiter haben gerne auch noch ihre Sicherheitsweste mit dabei. Für alle Damen sind natürlich auch Haargummis, -spangen und eine Bürste absolut notwendig. Je nach Wetterlage darf außerdem die Sonnencreme nicht fehlen oder eben eine Regenjacke und Regenhose.

Mit dabei sollte natürlich auch das eigene Handy, etwas Bargeld sowie der Personalausweis und eventuell der Führerschein sein. Ein Erste-Hilfe-Set darf auch nicht fehlen, sollte aber nach den Vorschriften sowieso in eurem Auto und Transporter zu finden sein. Und falls ihr zu den kleinen Menschen mit den großen Pferden gehört, kann euch eine Aufstiegshilfe noch enorm das Leben erleichtern!

Dass das Pferd aufgeladen wird, steht jetzt zwar nicht auf der Turniercheckliste, sollte aber natürlich auch nicht vergessen werden! Für den Lieblingsvierbeiner benötigt ihr natürlich seinen Sattel und -Gurt mit einer sauberen Schabracke. Ebenso dürfen Trense und Kopfnummern, sowie eventuell ein Vorderzeug nicht fehlen. Je nach Prüfung benötigt es noch den nötigen Beinschutz: also Gamaschen und ggf. Springglocken oder Bandagen und Unterlagen.

Für den Transport dürfen die Transportgamaschen oder -Bandagen nicht fehlen. Ebenso mindestens eine Abschwitzdecke – ich persönlich habe gerne immernoch eine Zweite mit. Je nach Wetterlage ist auch noch eine Fliegen- oder Regendecke eingepackt. Und wenn wir schonmal bei wärmeren Temperaturen sind, gehören natürlich auch noch Fliegenmütze und vorallem Fliegenspray eingepackt.

Findet eine Springprüfung auf einem Grasplatz statt, sind auch Stollen und Stollenschlüssel einzupacken. Außerdem sollte im Anhänger oder Transporter immer eine Longe hängen. Man kann wirklich nie wissen, wofür man sie mal brauchen kann!

Weil ja alle wissen, dass man wenigstens gut aussehen muss, wenn man schon mies reitet, sollte man etwas Putzzeug und Sattelseife einpacken. Für den schnellen Hochglanzeffekt kann ich auch noch Feuchttücher und Baby-Öl empfehlen. Sofern das Pferd eingeflochten ist, sollten außerdem noch ein paar Mähnengummis zur Sicherheit eingepackt werden.

Und für das tierische Wohlbefinden benötigt man noch das Heunetz, einen Wassereimer und bestenfalls -Kanister und ggf. etwas Kraftfutter für lange Turniertage.

Du kannst Dir das jetzt alles unmöglich merken? Gar kein Problem! Denn für alle Equnity-Mitglieder haben wir ein kleines Goodie – unsere Turniercheckliste zum gratis download! Einfach kostenlos in der Equnity registrieren und ganz entspannt auf’s nächste Turnier fahren!

[adinserter name=“Reitsport Ads“]

Nach dem Turnier ist vor dem Turnier

Was ich Dir ebenfalls nach unzähligen Turnieren mit auf den Weg geben möchte: Nach dem Turnier ist vor dem Turnier! Mit ein paar kleinen Handgriffen und einer gewissen Routine ist nämlich nach dem Turnier alles schon wieder so hergerichtet, dass man direkt wieder losfahren kann.

Dazu gehört für mich auf dem Turnier schon das Putzen der Trense und Reitstiefel. Meistens sind die Sachen kaum dreckig und innerhalb von einigen Minuten glänzt alles wieder wie neu.

Im Stall angekommen sollte der Pferdeanhänger oder -transporter direkt sauber gemacht und alles ausgeräumt werden. Schabracke, Gamaschen und oder Bandagen inklusive Unterlagen sollten auch sofort in der Wäsche landen.

Zuhause angekommen sollte dann Turnierhose und -Bluse direkt in der Wäsche landen und das Turnierjackett etwas abgebürstet oder im Ernstfall auch gewaschen werden.

Ist alles erledigt, hast Du vor dem nächsten Turnier nämlich noch weniger Stress, weil alles sauber und ordentlich an seinem Platz ist. In diesem Sinne wünschen wir Dir natürlich ganz viel Erfolg auf Deinem nächsten Turnier!