Schaut man den Profis auf den großen Turnieren zu, sieht es immer so kinderleicht aus. Aber um den richtigen Absprungpunkt zu finden bedarf es einiges an Übung für Reiter und auch Pferd. Deshalb möchte ich euch heute einige Tipps geben und Übungen zeigen um den richtigen Absprungpunkt zu finden.

Wo ist der ideale Absprungpunkt?

Zunächst einmal stellt sich die Frage: Wo ist überhaupt der ideale Absprungpunkt? Grob orientieren kann man sich an einer alt bekannten Faustregel: Man nehme den Sprung und kippe ihn gedanklich nach vorne um, dort befindet sich ungefähr der ideale Absprungpunkt.  Bei einem 90cm hohen Sprung ist der ideale Absprungpunkt also etwa 90cm vor dem Hindernis. Allerdings ist der ideale Absprungpungpunkt auch vom Tempo des Galoppsprungs des Pferdes abhängig. Ist man beispielsweise ziemlich flott unterwegs, liegt der ideale Absprungpunkt etwas weiter vorne. Also bei unserem 90cm Hindernis vielleicht bei etwa 100cm vor dem Sprung.

Die richtige Grundlage schaffen

Um immer den idealen Absprungpunkt zu finden bedarf es einiges an Übung um das Auge des Reiters und des Pferdes zu schulen. Bevor es aber überhaupt ans Springen geht und sich die Frage nach dem perfekten Absprungpunkt stellt, sollte man zunächst die passenden Grundlagen schaffen. Den passenden Absprungpunkt zu finden hat auch viel mit Gefühl für den Galoppsprung und den Rhythmus des Pferdes zu tun. Deshalb möchte ich euch an dieser Stelle nochmal den Beitrag mit meinen 3 Übungen für mehr Rhythmus im Parcours ans Herz legen.

So sollte also schon bei der täglichen Arbeit und vorallem vor dem Springen das Grundtempo erarbeitet werden und der Rhythmus gehalten werden. Bekommt man dafür ein Gefühl, sollte man aber neben dem normalen Grundtempo auch ein erhöhtes und ein verringertes Grundtempo üben. Also zum Beispiel die Galoppsprünge verlängern, das etwas Tempo erhöhen und auch diesen Rhythmus konstant zu halten. Anschließend sollte man dann die verschiedenen Tempi fließend wechseln können ohne den Rhythmus dabei zu verlieren.

Vorangig rede ich in diesem Beitrag von einzelnen Hindernissen. Aber auch in Distanzen ist der ideale Absprungpunkt natürlich wichtig. Daher ist natürlich das Abgehen und Einschätzen der Distanzen unabdingbar.

So findest Du den richtigen Absprungpunkt

Den idealen Absprungpunkt finden

Oft wird zum Schulen des Auges eine Stange im Abstand von etwa 3m vor den Sprung gelegt. Meiner Meinung nach ist diese Übung vorallem für das Einschätzen der Distanz aus Sicht des Pferdes hilfreich. Für den Reiter ist sie manchmal sogar kontraproduktiv, da diese sich nur auf die Stange fokussieren und dabei immer auf den Boden schauen.

Viel besser üben kann man das ganze zunächst mit einer einzelnen Stange, welche dann später durch einen kleinen Sprung ersetzt wird. Diese Stange (oder später der Sprung) wird in die Galopparbeit eingebaut. Dabei sollte man sich nicht zu sehr auf das Finden des idealen Absprungpunktes konzentrieren, sondern viel mehr auf den Rhythmus. Durch einen konstanten Rhythmus kann auch das Pferd besser beim idealen Absprungpunkt unterstützen, da es einfach nicht gestört wird und sich voll und ganz auf seine Aufgabe konzentrieren kann. Galoppiere also in den verschiedenen Tempi über die einzelne Stange. Versuche vor dem Sprung die Galoppsprünge runter zu zählen. Schaffst Du es immer genau drei Galoppsprünge vorher anfangen zu zählen? Dann versuche es zu erschweren und beginne schon fünf oder sechs Galoppsprünge vorher rückwärts zu zählen.

Wichtig ist außerdem immer den Blick nach vorne zu richten. Nur so kannst Du die Distanz zum kommenden Sprung frühzeitig erkennen. Auch in Wendungen soll deshalb der Blick schon direkt zum Hindernis gehen. Wenn Dein Auge schon soweit geschult ist, dass Du bereits in der Wendung die Distanz erkennst, kannst Du nämlich noch den Bogen der Wendung vergrößern oder verkleinern um den idealen Absprungpunkt zu treffen.

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