Fazit #28DaysofBlogging 2019

Fazit zu #28DaysofBlogging 2019

Wie immer vergeht die Zeit wie im Flug und das gerade noch so neue Jahr ist gar nicht mehr so neu. Und da nun auch der Februar und damit die diesjährige #28DaysofBlogging-Challenge vorbei ist, wird es Zeit ein kleines Fazit zu ziehen.

Meine Beiträge zu den #28DaysofBlogging 2019

Tag Kategorie Titel
8 #28DaysofBlogging 2019 here we go!
10 Der Traum vom eigenen Fohlen – Optimale Voraussetzungen [Teil 1]
12 So einfach landet Dein Pferd nach dem Sprung im richtigen Galopp
13 Auf alle Fälle vorbereitet dank Notfallkarte [Freebie]
14 Die richtige Turniervorbereitung + gratis Turniercheckliste [Freebie]
17 Der Traum vom eigenen Fohlen – Eignung der Stute zur Zucht [Teil 2]
19 Meine Lieblingstools als Blogger
21 12 Tipps für besseres Parcours besichtigen
22 Darum ist mein Leben ohne Hunde sinnlos
24 Der Traum vom eigenen Fohlen – die passende Deckhengst [Teil 3]

Wenn plötzlich alles dazwischen kommt

Wie man richtig sieht, habe ich am Ende im Schnitt nicht mal an jedem zweiten Tag ein Blogbeitrag hochgeladen. Mein Redaktionsplan für den Februar stand schon Ende Januar, nur mit dem vorproduzieren haute das irgendwie nicht ganz so hin. Zu allem Übel erwischte mich dann Ende Januar noch dieser blöde Grippevirus und ich war die komplette erste Februarwoche außer Gefecht gesetzt.

Nun gut, dachte ich mir und startete einfach am achten mit der Challenge. Da aber natürlich nicht nur offene Blogbeiträge auf meiner ToDo-Liste standen, sondern auch noch jede Menge anderer Kram, der einfach etwas höher priorisiert ist als mein Blog, war auch in den darauf folgenden Tagen immer wieder mal eine Lücke im Plan. Ende Februar wurden die Lücken dann leider nochmal größer, da hier spontan einige wichtige Termine in meinen Kalender rutschten.

Abseits vom eigenen „Scheitern“ wollte mir dann auch noch Facebook einen rein drücken und so konnte ich meine Beiträge gar nicht in der gemeinsamen #28DaysofBlogging-Gruppe teilen. Immerhin habe ich zwischendurch immer Mal eine ruhige Minute gefunden um wenigstens bei meinen fleißigen Blogger-Kollegen den ein oder anderen Beitrag zu kommentieren.

Mein persönliches Fazit

Mein Fazit für dieses Jahr ist wohl eher Zwiegespalten. Zum einen habe ich ganz offensichtlich die Challenge nicht mal zur Hälfte geschafft. Außerdem sollte auch eigentlich im Februar schon meine Click & Trick-Reihe starten, die aber aus Zeitgründen jetzt auf März verschoben ist.

Auf der anderen Seite habe ich noch zusätzlich zwei Freebies erstellt und endlich mal mein Newsletter eingerichtet. Gerade nach meiner Grippe habe ich tatsächlich sogar nochmal den ganzen Redaktionsplan überarbeitet. Tatsächlich fielen mir die Hundethemen in letzter Zeit immer schwieriger. Mir sind diesbezüglich momentan irgendwie die Themen etwas ausgegangen, beziehungsweise fehlt mir die Motiviation und der Impuls etwas zu den anderen Themen zu schreiben. Also habe ich den Hundecontent für die nächsten Wochen etwas reduziert und den Reitsportcontent etwas erhöht. Hier habe ich momentan einfach so viele Ideen und genug zu sagen um den ein oder anderen interessanten Blogbeitrag damit zu füllen.

Außerdem habe ich im Hintergrund fleißig an zwei neuen Projekten gearbeitet, die in der kommenden Woche sogar schon online gehen können. Die haben natürlich auch einiges an Zeit und Nerven gekostet, weshalb sicher immer mal ein Blogbeitrag vom Tisch gerutscht ist.

Zum Schluss noch kurz ein Wort zu Social Media – mein Plan war es ja, auch hier vorzuproduzieren, was am Ende natürlich mal wieder überhaupt nicht geklappt hat. Allerdings habe ich mir die Zeit genommen um meine Social Media-Strategien zu überarbeiten und bin gespannt ob und in wie weit das ganze Früchte tragen wird.

Ich hoffe sehr, dass es nächstes Jahr wieder eine #28DaysofBlogging-Challenge geben wird – denn alle guten Dinge sind ja bekanntlich drei und vielleicht schaffe ich es ja dann auch mal mit den 28 Beiträgen in einem Monat.

5 Dinge, die ich beim nächsten Welpen anders machen werde

Darum ist mein Leben ohne Hunde sinnlos

Schon länger habe ich keinen sehr persönlichen Beitrag geschrieben. Bis ich vor ein paar Tagen über die Blogparade der miDoggy Community gestolpert bin, indem es um das Thema „Darum ist das Leben ohne Hund sinnlos“ geht. Deshalb soll es in diesem Beitrag um die Sinnlosigkeit meines Lebens ohne Hund gehen.

Gesundheit fördern

Ich muss sagen, ich bin schon immer ein sehr sportlicher Mensch und auch gerne viele Stunden am Tag an der frischen Luft. Allerdings sitze ich natürlich auch mittlerweile viele Stunden am Tag am Schreibtisch. Durch meine Aussiemädchen finde ich dennoch immer die Zeit für einen Spaziergang oder sogar eine gemeinsame Jogging-Runde. Das tut nicht nur dem Körper gut, sondern befreit auch den Kopf und man ist anschließend wieder deutlich konzentrierter und fokussierter auf seine Aufgaben.

Meine innere Mitte

Meine Hunde sind mein Ausgleich und mein Ruhepol. Egal ob in stressigen, ängstlichen oder traurigen Momenten – sie stehen mir immer zur Seite. Durch ihre Anwesenheit und durch die Beschäftigung mit ihnen, verarbeite ich solche Lebensphasen deutlich besser und schneller. Denn sie geben mir Zeit, so viel Zeit wie ich brauche. Jeder einzelne, noch so kleine Moment, in denen wir einfach nur kuscheln oder gemeinsam unterwegs sind, ist für mich absolut kostbar. Ich nutze die Zeit intensiver und habe mittlerweile ein viel größeres Bewusstsein für die Kleinigkeiten im Leben. Durch meine Hunde fühle ich mich im Gleichgewicht und wenn ich ins Wanken gerate sind sie immer für mich da.

Gemeinsame Abenteuer

In meinem Hundefreien-Leben war ich nicht wirklich gerne auf Reisen und habe lieber meinen täglichen Rhythmus gehabt. Seit die kleine Brooke damals eingezogen ist bin ich das erste Mal alleine und mit viel Freude in einen Kurzurlaub gefahren. Und seitdem wächst in mir das Fernweh. Die Aussiemädchen und ich sind mittlerweile viel unterwegs und erkunden gemeinsam die Welt. Seien es jetzt lang geplante Urlaube, Kurztripps oder spannende Wanderungen in unserer Umgebung. Ich liebe es mit den beiden gemeinsame Abenteuer zu erleben und ich behaupte einfach mal, dass sie daran auch unfassbar viel Spaß haben.

Hunde verbinden

Ich habe zwar kein Problem auf Menschen zuzugehen, aber durch meine Hunde habe ich unfassbar viele nette Menschen kennengelernt. Nicht nur den ehrlichen und freundlichen Austausch über Hundeerziehung, Pflegetipps und Co. schätze ich sehr, sondern auch die vielen gemeinsamen Spaziergänge und Wanderungen mit Hundebesitzern, die ich teilweise schon zu meinen Freunden zählen kann. Sogar bei einem richtigen Hundeurlaub waren wir dabei – mit 14 Hunde und ihren Frauchen und Herrchen waren wir ein Wochenende am Edersee. Wir waren wandern, hatten viele Fotoshootings und sogar einen kleinen Hundefilm gedreht.

Miteinander wachsen

Ein Leben mit zwei Hütehundmädchen ist oft eine Herausforderung. Aber ich liebe Herausforderungen und lerne täglich dazu. Jede Situation die wir meistern schweißt uns zusammen und lässt uns aneinander und miteinander wachsen. Manchmal zwingen sie mich in Situationen, denen ich persönlich lieber aus dem Weg gegangen wäre. Doch dann gibt es kein zurück und ich muss ruhig und konsequent bleiben, damit die beiden nicht auch die Beherrschung verlieren. Ich glaube das ist der größte Punkt, der sich persönlich seit dem Leben mit meinen Hunden an mir weiterentwickelt hat.

Lange rede, kurzer Sinn: ich kann mir ein Leben ohne Hund nicht mehr vorstellen. Und da unsere gemeinsame Zeit so oder so eindeutig zu kurz ist nutzen wir jede Minute, jede Sekunde die wir gemeinsam verbringen.

Ein Herzensprojekt Equnity

Ein Herzensprojekt – die Equnity

Heute möchte ich euch ein kleines Herzensprojekt von mir vorstellen. Und zwar hat der ein oder andere vielleicht schon den Banner in der Menüleiste rechts entdeckt: Equnity – Die Community für Pferdefreunde und Reitsport-Blogger. Aber fangen wir kurz ganz vorne an…

Vom Pferdevirus infiziert

Ich würde behaupten, die meisten Leser hier sind wegen Hundethemen auf meinen Blog gestoßen und/oder kennen mich durch meine beiden Australian Shepherd Mädels. Allerdings kann ich mich noch gar nicht so lange „stolzes Hundefrauchen“ nennen. Um genau zu sein erst seit November 2014, als die kleine Brooke bei mir einzog und mir den Traum eines Australian Shepherds erfüllte.

Zu meinem 10. Geburtstag – im am 16. April des Jahres 2002 – bekam ich 10 Reitstunden geschenkt. Meine Eltern hofften wohl, dass ich das Reiten genauso schnell hinschmeißen würde, wie Motocross, Tennis und was ich sonst noch so alles ausprobiert habe. Allerdings war die Reiterei genau meins und so kam ich relativ schnell zu meinem ersten Pony Leica. Damit war das Feuer entfacht, ich durch und durch vom Pferdevirus infiziert – unheilbar.

Da Leica sich nicht unbedingt als kooperatives Turnierpony entpuppte und auch schon über 20 Jahre auf dem Buckel hatte, kauften wir dann Jamaika und das kleine Pony ging zu seiner alten Besitzerin in die wohlverdiente Rente. Dann ging die Turnierreiterei richtig los – Jamaika und ich räumten in A-Springen alles ab was es zu holen gab. Nur als wir irgendwann den Aufstieg in die schwereren Klassen anstrebten merkte man, dass es ihr einfach zu viel wurde. Und so kam 2008 ein vierjähriger Schimmelwallach unter meinen Sattel – A Kind of Magic. Mit Magic konnte ich dann richtig durchstarten, war bis zur schweren Klasse erfolgreich und konnte mich sogar immer wieder zwischen oder sogar vor den Profis platzieren.

Ein Herzensprojekt Equnity

Jamaika – zickig, faul und mag keine anderen Pferde. Aber wenn es drauf an kam hat sie immer gekämpft!

Ein vorzeitiges Ende

Allerdings stand für mich auch immer mein Partner Pferd im Vordergrund. So blieb Jamaika auch ohne Turniereinsätze in meinem Besitz und wurde von mir gepflegt und gehegt wie ich es immer tat. Ebenso kam nach einer Verletzung bei Magic irgendwann die Diagnose „Sport aus“. Statt zu verkaufen und mich sportlich weiterzuentwickeln versuchte ich ein Freizeitreiter zu werden. Sehr schnell habe ich aber gemerkt, dass ich das einfach nicht kann. Irgendwo ist für mich nicht nur die Zeit im Stall und auf dem Pferd wunderschön – keine Frage! – sondern erst der Sport und das harte und anstrengende Training machen die ganze Reiterei für mich zu einem erfüllenden Hobby.

So sind Jamaika und Magic seit mittlerweile zwei Jahren in ihrer wohlverdienten Rente, werden von zwei Mädels liebevoll betüdelt und freizeitmäßig noch ein bisschen geritten. Ich allerdings merke, dass mir mein Hobby, meine Leidenschaft, mein Sport total fehlt. Immer wieder habe ich hier und da mal einige Monate ausgeholfen und junge Pferde geritten, mal mehr mal weniger Reitstunden gegeben und dann auch wieder ein paar Wochen gar nicht im Sattel gesessen. Das nagt an mir, macht mich traurig und nachdenklich. Ich hoffe einfach nur, dass dieses Kapitel noch nicht zu Ende ist und das ich in naher Zukunft endlich wieder regelmäßiger in den Sattel steigen kann. Aber darum soll es in diesem Beitrag ja eigentlich gar nicht gehen.

Ein Herzensprojekt Equnity

A Kind of Magic – das allergrößte Schleifenpony was ich kenne. Und manchmal sind ihm wohl Flügel gewachsen…

Die Idee einer Community

Im Nachhinein wünschte ich mir, ich hätte aus den letzten Sportjahren mit Jamaika & Magic viel mehr Erinnerungen festgehalten. Ich selbst bin ja großer Fan von Social Media und vorallem Instagram. Teile dort jede Menge Bilder und Geschichten mit und über meine Hunde. Aber irgendwie gehen Tipps, Geschichten und Erlebnisse hier so schnell verloren. Es ist und bleibt eben eher ein großes, buntes Bilderbuch. Und was würde passieren, wenn Instagram plötzlich alle die Daten in die Papiertonne schmeißt? Ein Blog ist daher irgendwie etwas langlebigeres – man kann auch viel besser nach Themen suchen die einen aktuell beschäftigen und es dazu vielleicht schonmal vor 1-2 Jahren einen super hilfreichen Beitrag gab.

Viele Hundeblogger und auch Hundebesitzer kennen bestimmt die großartige miDoggy Community. Ich liebe einfach den super Austausch und die vielen Inspirationen durch andere Hundehalter. Endlich ein Ort, andem man keinem mit seinem „Hundegelaber“ auf den Wecker geht!

So einen Ort möchte ich auch für uns Reitsportfreunde, Pferdeliebhaber, Blogger & Influencer da draußen schaffen. Ich teile gerne mein Wissen, liebe den Austausch mit Gleichgesinnten, sich untereinander zu vernetzen und sogar die ein oder andere Freundschaft daraus entstehen zu lassen. Deshalb entstand Anfang diesen Jahres die Idee eben so eine Community zu gründen – die Equnity (Equestrian Community). Und wie ich dann so bin – hab ich einfach mal direkt damit angefangen die Seite zu entwerfen.

Equnity Reitsportblog Community

Werde Reitsport-Blogger, vernetze Dich mit Gleichgesinnten oder lies Dich einfach durch die geballte Wissensladung rund ums Pferd!

Die Equnity ist übrigens absolut kostenlos und wird es auch immer bleiben. Es ist eben ein kleines Herzensprojekt von mir. Ich bin sehr gespannt wie das ganze Anklag findet – oder vielleicht auch nicht. Ich wünsche mir natürlich, dass ich hier ganz viel von euch Pferdeverrückten lesen werde und auch bald selbst wieder aktuelle Beiträge aus dem Stall oder vom Turnierplatz schreiben zu können.

Neben der eigentlichen Community-Seite gibt es übrigens auch noch eine eigene Facebook-Page UND eine Facebook-Gruppe.

Also schaut gerne mal rein, hinterlasst mir Feedback oder schreibt doch einfach direkt den ersten pferdigen Beitrag!

Happy blogging und rock on!

-Alina

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Zweithund - War es die richtige Entscheidung?

Zweithund – War es die richtige Entscheidung?

Vor kurzem ist das kleine Ivy-Kind schon zwei Jahre alt geworden. Da fragt man sich doch immer wieder, warum die Zeit so schnell zu verfliegen scheint. Und vorallem mache ich mir immer wieder Gedanken ob ich immer den richtigen Weg gegangen bin. Während ich also die letzten Monate Revue passieren lasse, kommt mir auch immer wieder die Frage in den Kopf – war es die richtige Entscheidung einen Zweithund so früh anzuschaffen?

Zweithund - War es die richtige Entscheidung?

Der Weg zum Zweithund

Der Zweithund kam ehrlich gesagt früher als geplant. Für mich war zwar schon relativ früh klar, dass Brooke irgendwann eine kleine Aussie-Schwester bekommen wird, aber nicht mit rund 18 Monaten. Vorallem musste ich mir alleine schon bei den noch ziemlich unklaren Überlegungen schon zu genüge anhören, dass ich wohl verrückt sei! Ein Welpen zu einem Junghund? Das geht doch sowieso schief! Und Brooke habe ja sowieso noch einige Baustellen. Beispielsweise ihre Bellerei am Hundeplatz, da sie hier mit den Reizen einfach noch überfordert ist.

Ich bin mir absolut bewusst, dass Brooke nicht der klassische Vorzeigehund ist. Wir haben einige Baustellen. Vorallem immer dann, wenn viele Andere es sehen wie zum Beispiel auf dem Hundeplatz. Und diese Menschen sehen dann auch immer nur unsere Probleme. Aber das ist nur ein Bruchteil des Ganzen. Keiner sieht, dass sie im Freilauf gut hört. Dass sie zuhause nicht die Bude auf den Kopf stellt, sondern auch problemlos einen ganzen Tag verpennen kann. Ehrlich gesagt, gab ich also wenig auf die ganzen blöden Sprüche und verließ mich da ganz auf mein Bauchgefühl.

Zweithund - War es die richtige Entscheidung?

Allerdings hatte ich auch einige „Ansprüche“ an den Zweithund. Ich wollte nicht noch so eine kleine Granate wie Brooke, denn das würde eine unhaltbare Kombination werden. Etwas souveräner, in sich ruhender, aber trotzdem mit viel Spaß und Motivation bei der Arbeit. Außerdem gesundheitlich in allen Bereichen frei. Und auch optisch sollte mir der Hund natürlich gefallen.

Relativ schnell lernte ich dann Ivy’s Züchterin kennen und da war Nova – Ivy’s Mama – auch schon tragend. Nicht nur die Hunde und die ganze Zucht sprach mich sehr an, auch mit Aileen verstand ich mich von Anfang an sehr gut. So kam es also, dass ich auf die Geburt der Welpen hinfieberte.

Als die kleinen felligen Babys dann geboren waren, haderte ich noch relativ lang mit mir. Gerade in Hinsicht auf meine Charaktervorstellungen, zeigt sich ja in den ersten Wochen nicht gerade viel. Optisch sagte mir Ivy anfangs überhaupt nicht zu. Ich bin kein Fan von hellen Merles. Und gerade auf den ersten Fotos, sah Ivys Creme-Grundfarbe fast weiß aus.

Aileen war aber sehr geduldig mit mir und ich glaube, dass sie von Anfang an wusste, dass ich mich letztendlich für Ivy entscheiden werde. Bei mir machte es beim zweiten Besuch dann „Klick“, als ich im Welpenauslauf saß und Klein Ivy auf meinem Schoß eingeschlafen ist. So zog dann also im März 2016 die kleine Ivy ein. Brooke war zu diese Zeitpunkt rund 18 Monate alt.

Zweithund - War es die richtige Entscheidung?

Zwei Junghunde – kann das gut gehen?

Ich erinnere mich noch gut an Ivy’s zweite Pubertät. Sie hörte erst auf den zweiten Rückruf, war unkonzentriert und wirbelte durch ihre kleine bunte Welt. Aber das war auch nur eine Phase, lassen wir diese also gerade mal etwas außen vor. Ivy ist fast genau der Hund, den ich mir als Zweithund gewünscht habe. Sie ist in den meisten Fällen deutlich souveräner und abgeklärter als Brooke. Bei der Arbeit möchte sie immer alles richtig machen, was das Training aber manchmal auch nicht ganz einfach macht. Da würde ich mir manchmal wünschen, dass sie mehr ausprobiert, Fehler macht, ohne dann gleich frustriert zu sein. Die Art wie ich mit Brooke neue Dinge übe, funktioniert bei Ivy nicht, beziehungsweise einfach deutlich langsamer. Aber seit ich das nun weiß und unser Training auf Ivy’s Art anpasse, lernt auch sie wesentlich schneller.

Zweithund - War es die richtige Entscheidung?

Die Beziehung der beiden Mädels ist gar nicht so einfach zu beschreiben. Sie halten definitiv zusammen und sind ein gutes Team. Allerdings besteht Brooke auf ihre Individualdistanz und möchte zum Beispiel kein Kontaktliegen mit Ivy. Ivy hingegen würde ihr am liebsten den ganzen Tag die Ohren putzen und schmusen, schmusen, schmusen! Draußen wird sich gegenseitig gehütet, zusammen geschnüffelt und die Welt erkundet. Alles in allem ergänzen sich die beiden in meinen Augen aber sehr gut und darüber bin ich unendlich froh!

Die richtige Entscheidung?

Selbstverständlich war – und ist es noch – nicht immer einfach mit zwei jungen Hunden. Aber ich würde behaupten, wir sind ein ganz gut eingespieltes Trio. Man hat ja immer mal so Tage, wo man den Hund am liebsten vierteilen würde, weil er irgendwas Dummes angestellt hat oder partout nicht hört. Aber ich bin der Meinung, dass es nicht deutlich schlechter läuft als bei dem durchschnittlichen Zwei-Hunde-Halter. Vorallem ist die größte Schwachstelle auch noch oft mein Führungsstil.

Ich persönlich bin ein Mensch, der an Herausforderungen unheimlich wächst, auch wenn sie einen im ersten Moment wohl überfordern. Aber da packt mich dann mein Ehrgeiz und genauso war es auch bei der Hundeerziehung. Ein Hund zieht vielleicht mal an der Leine, aber bei Zwei fliege ich dann doch wie ein Fähnchen hinterher. Dadurch wurde ich natürlich auch deutlich konsequenter, was sich auch sehr positiv auf Brooke ausgewirkt hat. Gerade ich mache immernoch große Lernsprünge was Konsequenz, Durchsetzungsvermögen und Führungsstil angeht und das spiegelt sich natürlich auch in meinen Hunden wieder.

Ein großer Dank geht an dieser Stelle auch an die beiden wunderbaren Züchterinnen der Aussiemädchen, die mir immer mit Rat und Tat zur Seite stehen. Danke für eure unermüdliche Geduld mit mir und natürlich für diese tollen Hunde!

Ich bin überglücklich, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe und ich nun zusammen mit meinem blauen bekloppten Seelenhund und dem kleinen braunen Wirbelwind die Welt entdecken kann.

Zweithund - War es die richtige Entscheidung?