In der aktuellen miDoggy Parade geht es um das Fotoshooting mit dem Hund. Deshalb möchte ich euch hier einmal den Ablauf über die Entstehung unserer Hundefotos aufzeigen. Und hoffentlich könnt ihr den ein oder anderen Tipp noch für euer nächstes Fotoshooting gebrauchen.

Hundeshooting planen

Ich persönlich plane meistens unsere kleinen Hundeshootings. So sammle ich mir also Fotoideen, die ich entweder auf Instagram oder Pinterest entdecke, oder notiere mir meine eigenen Ideen in meinem Bullet Journal. Manchmal ziehe ich natürlich auch einfach mit den Hunden und der Kamera los, dabei entstehen dann meistens unsere Spiel- und Actionfotos.

Außerdem halte ich bei vielen Spaziergängen immer Ausschau nach geeigneten Fotolocations. Meistens mache ich davon auch direkt mit dem Handy einen Schnappschuss, damit mir meine Idee nicht wieder verloren geht. Wichtig dabei ist mir ein möglichst ruhiger oder einheitlicher Hintergrund. Denn im Fokus soll ja am Ende der Hund stehen.

Benötige ich für bestimmte Fotoideen ein paar Hundetricks, üben wir diese jeweils einige Tage vorher nochmal in Ruhe. So wissen die Mädels direkt wieder, was zu tun ist und es entsteht deutlich weniger Stress beim Shooting.

Nicht zu vergessen ist auch die Überprüfung und Herrichtung der Ausrüstung. Also Akkus aufladen, Speicherkarten formatieren und das nötige Equipment zusammensuchen.

Zweithund - War es die richtige Entscheidung?

So entstehen unsere Hundefotos

Wichtig ist bei jedem Hundeshooting, dass die Hunde auch Hund sein dürfen. Klar werden sie manchmal ganz gezielt positioniert oder sollen einen Trick ausüben. Aber wenn die Damen keine Lust oder einen schlechten Tag haben, dann verschiebe ich auch das Shooting. Denn unter Druck funktioniert gar nichts und ich möchte ja auch, dass die beiden Spaß daran haben. Deshalb gibt es natürlich auch immer Leckerlis oder das Lieblingsspielzeug als Belohnung zwischendurch. Ebenso achte ich bei längeren Shootingsessions auf ausreichende Pausen.

Gerade bei Portraits achte ich darauf, dass das Gesicht sauber ist. Gerne ist ja immer mal etwas Schnodder am Augeninnenwinkel, den man zur Not natürlich auch später per Retusche entfernen kann. Je nach Fellwechsel-Phase bürste ich die beiden Flauschis auch vorher einmal ordentlich durch. Außerdem ziehe ich ihnen vorher möglichst alles aus – also Geschirr, Halsband und Märkchenband. Für Stadtshootings oder kniffligere Locations habe ich mir einfach eine dünne Paracord-Schnur als Retrieverleine gebastelt. Da diese nur sehr dünn ist, fällt sie im dichten Fell kaum auf, beziehungsweise kann anschließend auch sehr gut retuschiert werden. Achtet aber bitte darauf, den Hund nicht an dieser dünnen “Leine” zu führen, sie dient lediglich als Backup für den Notfall.

Ich fotografiere ausschließlich im manuellen Modus und kann es euch nur absolut ans Herz legen, sich damit einmal auseinanderzusetzen. Wichtig ist außerdem die richtige Perspektive: also den Hund auf Augenhöhe fotografieren. Gegen ausgefallene Perspektiven für spezielle Bildlooks spricht natürlich nichts. Ihr solltet aber darauf achten, den Fokus auf die Augen des Hundes zu legen. Ansonsten ist auch noch das richtige Licht eine sehr wichtige Komponente. Fotografiert deshalb am besten in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden. Aber auch mal das Fotografieren gegen das Licht solltet ihr unbedingt mal ausprobieren und ganz zauberhafte Bilder zu kreieren.

Nachbearbeitung für Korrekturen und Feinschliff

Aber nach dem hoffentlich erfolgreichen Shooting ist es noch nicht getan. In der Nachbearbeitung korrigiere ich einige “Fehler” und verpasse meinen Bildern den letzten Feinschliff. Was genau ich alles bearbeite, würde hier vermutlich den Rahmen sprengen. Zunächst einmal passe ich allerdings in der RAW-Entwicklung immer den Weißabgleich an und verbessere den Kontrast.

Nach der Entwicklung geht es dann in Photoshop ans Retuschieren von Leine und kleinen Störfaktoren. Eine ausführliche Planung erspart mir oft langes und unnötiges Retuschieren, da ich so schon viel mehr auf die ganzen Details achte. Die weitere Bearbeitung ist natürlich immer abhängig von dem jeweiligen Foto, allerdings hebe ich bei allen Bildern zusätzlich die Augen des Hundes hervor.

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