Wie viel kostet ein Hund? – Anschaffung & laufende Kosten

Wenn man sich für die Anschaffung eines Hundes entscheidet, stellt sich auch oft die Frage, wie viel kostet ein Hund überhaupt? Dabei sollten natürlich nicht nur die einmaligen Anschaffungskosten, sondern auch die laufenden Kosten im Auge behalten werden. Am Ende kann so ein Hundeleben ganz schön teuer sein. Aus nun über vier Jahren mit Hund möchte ich euch meine Aufstellung über die Kosten meiner Hunde zeigen.

Wie viel kostet ein Hund in der Anschaffung?

Beginnen wir mit der einmaligen Anschaffung eines Hundes. Je nachdem ob man sich für einen Welpen von einem seriösen Züchter oder einen Hund aus dem Tierschutz entscheidet kann hier der Anschaffungspreis deutlich schwanken. Welpen vom Züchter kosten je nach Rasse und Verpaarung zwischen 1.000€ und 2.000€. Für Hunde aus dem Tierschutz wird eine Schutzgebühr verlangt die meistens zwischen 150€ und 300€ liegt.

Der Einzug des ersten Hundes ist natürlich auch vorallem bedingt durch die Anschaffung der Grundausstattung deutlich teurer. Und gerade bei kleinen zerstörwütigen Welpen muss in der Regel das ein oder andere Spielzeug später nochmal ausgetauscht werden. Zur Grundausstattung gehören ein Hundebett, Leine und Halsband, ein Geschirr, Näpfe, Bürste und Pflegeprodukte, eine Hausapotheke und Spielzeug. Der Preis hier ist natürlich auch sehr stark abhängig von der Qualität der Produkte. Im Schnitt sollte man aber rund 300€ für die Grundausstattung rechnen. Falls man ein Auto besitzt und dafür noch eine Hundebox oder Sicherung benötigt fallen nochmal rund 500€ an. Hier empfiehlt es sich aber vorallem auch mal in den Kleinanzeigen zu stöbern und einiges an Geld zu sparen.

Wie viel kostet ein Hund? - Anschaffung & laufende Kosten

Das kostet ein Hund im Monat

Zunächst einmal braucht der geliebte Vierbeiner Hundefutter. Hier unterscheiden sich naürlich auch die Preise, je nach Futterart und Qualität. Ich teilbarfe meine Aussiemädels. Das heißt, sie bekommen pro Tag eine Portion hochwertiges Trockenfutter und eine Portion Barf. Das Futter kostet mich im Monat pro Hund im Schnitt 50€. Brooke und Ivy wiegen übrigens jeweils zwischen 17kg und 18kg, damit man eine ungefähre Größenordnung hat.

Neben dem täglichen Futter gibt es natürlich auch immer wieder Kauartikel und Leckerchen. Das sind im Durchschnitt etwa 15€ pro Monat. Da ich natürlich zwei verfressene Aussiemädels hier sitzen habe, kaufe ich oft Großpackungen an Kauartikeln und Leckerchen die oft deutlich günstiger sind.

Nicht so offensichtlich, aber sie taucht trotzdem regelmäßig auf dem Kontoauszug auf: die Versicherung. Eine Haftpflichtversicherung für Hunde ist Pflicht und relativ günstig mit 6€ bis 7€ pro Monat. Ich habe mich bei meinen Mädels zusätzlich zu einer OP-Versicherung entschieden. Ich zahle also monatlich rund 21€ für Haftpflicht- und OP-Versicherung zusammen pro Hund.

Außerdem ist es Pflicht seinen Hund bei seiner Gemeinde oder Stadt anzumelden und Hundesteuer zu bezahlen. Der Betrag schwankt auch hier je nach Wohnort zwischen 50 und 100€ pro Jahr. Der Zweithund und allgemein weitere Hunde sind übrigens teurer in der Steuer als der Ersthund. Ebenso sollte man als Besitzer eines Listenhundes hier nochmal einiges mehr einplanen. Denn je nach Region gibt es hier deutlich teurere Steuern für Hunde bestimmter Rassen.

Die Tierarztkosten sind natürlich schwierig vorauszusagen. Neben regelmäßigen Kontrollen, Impfungen und Entwurmungen können diese bei Krankheiten deutlich in die Höhe schießen. Für Impfungen und Kontrolltermine gebe ich im Jahr pro Hund rund 80€ aus. Schlimme Krankheitsfälle hatten wir hier bisher *drei Mal auf Holz klopf* zum Glück noch nicht. Aber um mal ein Beispiel zu geben: Brooke’s kleine Augenverletzung letztes Jahr hat rund 250€ gekostet. Demnach komme ich auf einen Durchschnitt der Tierarztkosten von rund 150€ pro Jahr.

Desweiteren sollte man noch eventuelle einmalige Tierarztkosten für Kastration oder auch HD-Röntgen miteinbeziehen. Das komplette Röntgen und Auswerten nach unserem Zuchtverband hat mich übrigens zwischen 250€ und 300€ gekostet.

Gerade als Ersthundehalter ist ein Besuch in der Hundeschule absolut zu empfehlen. Regelmäßige Stunden auf Dauer sind natürlich schon etwas teuer. Falls ihr einen passenden Hundeverein in der Nähe habt, könnt ihr hier zum Beispiel ein wenig sparen. Denn dort ist meistens nur der Mitgliedsbeitrag zu entrichten oder die Kursgebühren für Mitglieder sind deutlich vergünstigt. So habe ich beispielsweise in unserem letzten Verein nur 30€ im Jahr an Mitgliedsgebühren bezahlt. Zusätzlich können natürlich auch noch Kosten für den Besuch von Seminaren und Kursen anfallen. Demnach schwanken die Ausgaben für Hundeschule / Verein bei uns stark. Im Durchschnitt über die letzten 4 Jahre habe ich pro Hund rund 100€ in unsere Weiterbildung investiert.

Gerade für alleinerziehende Vollzeit-Hundeeltern ist auch die Frage nach den Kosten für einen Hundesitter oder eine Hundepension relevant. Bislang sind wir mit Spontanbesuchen in der Hundepension ausgekommen. In diesem Jahr müssen die Mädels allerdings regelmäßig in die Hundepension unseres Vertrauens. Denn im neuen Job habe ich erstmal nicht die Möglichkeit die zwei Wirbelwinde mitzunehmen und sie fünf Tage pro Woche so lange alleine zu lassen, ist ihnen einfach nicht gerecht. Da wir ja aktuell in der Schweiz wohnen erspare ich euch mal mit den erschlagenden Kosten die hier für die Hundepension einplane. Außerdem würde ein Wechsel der Währungen jetzt zu ordentlichem Durcheinander führen. Eine gute Hundepension in Deutschland verlangt bei regelmäßiger Tagesbetreuung und dank Mengenrabatt rund 20€ pro Hund pro Tag. Das würde pro Monat rund 400€ für die Betreuung des Lieblingsvierbeiners machen.

Wer ist jetzt gut im Kopfrechnen von euch? Rechnet man all die Ausgaben zusammen komme ich in meinem Fall auf monatlich rund 515€ pro Hund. Das klingt jetzt erstmal viel – und ist es natürlich auch – aber der größte Kostenpunkt ist hier natürlich die Hundepension. Wer nicht darauf angewiesen ist kann mit insgesamt rund 115€ im Monat rechnen.

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Ein wertvolles Hundeleben

Gehen wir davon aus, dass meine Hunde weiterhin so fit und munter bleiben und 15 Jahre alt werden. Ebenso, dass sie nur 2 Jahre lang täglich eine Hundepension besuchen müssen und anschließend 5 Jahre lang nur zwei Tage pro Woche. So hätten sie jeweils eine Lebenssumme von rund 42.800€. Viele schlagen an dieser Stelle wohl vermutlich die Hände über dem Kopf zusammen. Doch für mich sind meine Hunde meine besten Freunde. Ihr tatsächlicher emotionaler Wert ist also vermutlich deutlich höher als diese Zahl.

Geld ist allerdings notwendig um im Alltag, als auch im Ernstfall, dem Hund eine gute und argerechte Versorgung gewährleisten zu können. Und gerade bei gesundheitlichen Problemen kann das ganze gerne Mal in die Höhe und ungeahnte Ausmaße annehmen. Deshalb sollte man sich vorher im Klaren darüber sein, ob man diese Kosten ein ganzes Hundeleben lang tragen kann und will. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass sie jeden Cent wert sind und ich mir ein Leben ohne Hunde nicht mehr vorstellen kann.

Wer es übrigens bis an diese Stelle geschafft hat ohne rückwärts vom Stuhl zu fallen oder ohnmächtig zu werden – mich würde interessieren, wie viel ihr für eure Hunde im Durchschnitt ausgebt und was eure größten Kostenpunkte dabei sind. Hinterlasst mir also gerne einen Kommentar!

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2 Kommentare

  • Kellie | Yorkshire Terrier Blog 25. März 2019 at 19:41

    Hallo ihr lieben,

    die Liebe eines Hunde ist durch kein Geld der Welt aufzuwiegen. Aber etwas schlucken musste ich auch, als ich mal zusammengerechnet habe, was uns unsere Hunde so kosten https://yorkshireterrierblog.de/2015/01/15/was-kostet-ein-yorkshire-terrier/

    Und ich bin sogar noch unter deiner Summe geblieben 🤔

    Reply
    • Alina 27. März 2019 at 19:19

      Hey Kelly!
      Ein spannender Vergleich! Ein Großteil des Betrags macht bei mir natürlich vorallem die Betreuung in der Hundepension aus. Von dem Geld, was mich der Spaß im Monat kostet, könnte ich mir auch locker die Miete von einer schicken Wohnung leisten. Aber was tut man nicht alles für die lieben Vierbeiner. 😀
      Liebe Grüße Alina

      Reply

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Time to say goodbye

Zumindest zu diesem Blog, der mittlerweile einen großen Berg an verschiedenen Themen umfasst. Aber es wird natürlich weitergebloggt, allerdings auf themenspezifischen Blogs.

Neue Blogbeiträge rund um den Hund gibt's also nur noch auf dem neuen Hundeblog. Die alten Beiträge werden nach und nach übernommen, optimiert und übersetzt. Wir sind nämlich ab sofort auch bilingual unterwegs. Blogs zu den anderen Themen folgen bald. :)