Zweithund - War es die richtige Entscheidung?

Zweithund – War es die richtige Entscheidung?

Vor kurzem ist das kleine Ivy-Kind schon zwei Jahre alt geworden. Da fragt man sich doch immer wieder, warum die Zeit so schnell zu verfliegen scheint. Und vorallem mache ich mir immer wieder Gedanken ob ich immer den richtigen Weg gegangen bin. Während ich also die letzten Monate Revue passieren lasse, kommt mir auch immer wieder die Frage in den Kopf – war es die richtige Entscheidung einen Zweithund so früh anzuschaffen?

Zweithund - War es die richtige Entscheidung?

Der Weg zum Zweithund

Der Zweithund kam ehrlich gesagt früher als geplant. Für mich war zwar schon relativ früh klar, dass Brooke irgendwann eine kleine Aussie-Schwester bekommen wird, aber nicht mit rund 18 Monaten. Vorallem musste ich mir alleine schon bei den noch ziemlich unklaren Überlegungen schon zu genüge anhören, dass ich wohl verrückt sei! Ein Welpen zu einem Junghund? Das geht doch sowieso schief! Und Brooke habe ja sowieso noch einige Baustellen. Beispielsweise ihre Bellerei am Hundeplatz, da sie hier mit den Reizen einfach noch überfordert ist.

Ich bin mir absolut bewusst, dass Brooke nicht der klassische Vorzeigehund ist. Wir haben einige Baustellen. Vorallem immer dann, wenn viele Andere es sehen wie zum Beispiel auf dem Hundeplatz. Und diese Menschen sehen dann auch immer nur unsere Probleme. Aber das ist nur ein Bruchteil des Ganzen. Keiner sieht, dass sie im Freilauf gut hört. Dass sie zuhause nicht die Bude auf den Kopf stellt, sondern auch problemlos einen ganzen Tag verpennen kann. Ehrlich gesagt, gab ich also wenig auf die ganzen blöden Sprüche und verließ mich da ganz auf mein Bauchgefühl.

Zweithund - War es die richtige Entscheidung?

Allerdings hatte ich auch einige “Ansprüche” an den Zweithund. Ich wollte nicht noch so eine kleine Granate wie Brooke, denn das würde eine unhaltbare Kombination werden. Etwas souveräner, in sich ruhender, aber trotzdem mit viel Spaß und Motivation bei der Arbeit. Außerdem gesundheitlich in allen Bereichen frei. Und auch optisch sollte mir der Hund natürlich gefallen.

Relativ schnell lernte ich dann Ivy’s Züchterin kennen und da war Nova – Ivy’s Mama – auch schon tragend. Nicht nur die Hunde und die ganze Zucht sprach mich sehr an, auch mit Aileen verstand ich mich von Anfang an sehr gut. So kam es also, dass ich auf die Geburt der Welpen hinfieberte.

Als die kleinen felligen Babys dann geboren waren, haderte ich noch relativ lang mit mir. Gerade in Hinsicht auf meine Charaktervorstellungen, zeigt sich ja in den ersten Wochen nicht gerade viel. Optisch sagte mir Ivy anfangs überhaupt nicht zu. Ich bin kein Fan von hellen Merles. Und gerade auf den ersten Fotos, sah Ivys Creme-Grundfarbe fast weiß aus.

Aileen war aber sehr geduldig mit mir und ich glaube, dass sie von Anfang an wusste, dass ich mich letztendlich für Ivy entscheiden werde. Bei mir machte es beim zweiten Besuch dann “Klick”, als ich im Welpenauslauf saß und Klein Ivy auf meinem Schoß eingeschlafen ist. So zog dann also im März 2016 die kleine Ivy ein. Brooke war zu diese Zeitpunkt rund 18 Monate alt.

Zweithund - War es die richtige Entscheidung?

Zwei Junghunde – kann das gut gehen?

Ich erinnere mich noch gut an Ivy’s zweite Pubertät. Sie hörte erst auf den zweiten Rückruf, war unkonzentriert und wirbelte durch ihre kleine bunte Welt. Aber das war auch nur eine Phase, lassen wir diese also gerade mal etwas außen vor. Ivy ist fast genau der Hund, den ich mir als Zweithund gewünscht habe. Sie ist in den meisten Fällen deutlich souveräner und abgeklärter als Brooke. Bei der Arbeit möchte sie immer alles richtig machen, was das Training aber manchmal auch nicht ganz einfach macht. Da würde ich mir manchmal wünschen, dass sie mehr ausprobiert, Fehler macht, ohne dann gleich frustriert zu sein. Die Art wie ich mit Brooke neue Dinge übe, funktioniert bei Ivy nicht, beziehungsweise einfach deutlich langsamer. Aber seit ich das nun weiß und unser Training auf Ivy’s Art anpasse, lernt auch sie wesentlich schneller.

Zweithund - War es die richtige Entscheidung?

Die Beziehung der beiden Mädels ist gar nicht so einfach zu beschreiben. Sie halten definitiv zusammen und sind ein gutes Team. Allerdings besteht Brooke auf ihre Individualdistanz und möchte zum Beispiel kein Kontaktliegen mit Ivy. Ivy hingegen würde ihr am liebsten den ganzen Tag die Ohren putzen und schmusen, schmusen, schmusen! Draußen wird sich gegenseitig gehütet, zusammen geschnüffelt und die Welt erkundet. Alles in allem ergänzen sich die beiden in meinen Augen aber sehr gut und darüber bin ich unendlich froh!

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Die richtige Entscheidung?

Selbstverständlich war – und ist es noch – nicht immer einfach mit zwei jungen Hunden. Aber ich würde behaupten, wir sind ein ganz gut eingespieltes Trio. Man hat ja immer mal so Tage, wo man den Hund am liebsten vierteilen würde, weil er irgendwas Dummes angestellt hat oder partout nicht hört. Aber ich bin der Meinung, dass es nicht deutlich schlechter läuft als bei dem durchschnittlichen Zwei-Hunde-Halter. Vorallem ist die größte Schwachstelle auch noch oft mein Führungsstil.

Ich persönlich bin ein Mensch, der an Herausforderungen unheimlich wächst, auch wenn sie einen im ersten Moment wohl überfordern. Aber da packt mich dann mein Ehrgeiz und genauso war es auch bei der Hundeerziehung. Ein Hund zieht vielleicht mal an der Leine, aber bei Zwei fliege ich dann doch wie ein Fähnchen hinterher. Dadurch wurde ich natürlich auch deutlich konsequenter, was sich auch sehr positiv auf Brooke ausgewirkt hat. Gerade ich mache immernoch große Lernsprünge was Konsequenz, Durchsetzungsvermögen und Führungsstil angeht und das spiegelt sich natürlich auch in meinen Hunden wieder.

Ein großer Dank geht an dieser Stelle auch an die beiden wunderbaren Züchterinnen der Aussiemädchen, die mir immer mit Rat und Tat zur Seite stehen. Danke für eure unermüdliche Geduld mit mir und natürlich für diese tollen Hunde!

Ich bin überglücklich, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe und ich nun zusammen mit meinem blauen bekloppten Seelenhund und dem kleinen braunen Wirbelwind die Welt entdecken kann.

Zweithund - War es die richtige Entscheidung?

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5 Kommentare

  • Foehnlocke 9. Februar 2018 at 8:24

    Ich liebe deine Fotos der beiden Hübschen *_*
    awww, ich spiele auch schon mit dem Gedanken, ein zweites
    Mädel ins Haus zu holen. Aber ich möchte eigentlich schon auch
    lieber Letty soweit haben, dass bei Ihr alles klappt. Aber Sie ist ja auch erst 7 Monate alt…

    Reply
    • Alina 19. Februar 2018 at 13:00

      Vielen lieben Dank! Den einzig richtigen Moment für einen Zweithund gibt es meiner Meinung nach sowieso nicht. Du wirst schon die richtige Entscheidung treffen! Verlass Dich einfach auf Dein Bauchgefühl! 😉
      Liebe Grüße, Alina

      Reply
  • 5 Dinge, die ich beim nächsten Welpen anders machen werde 12. Februar 2018 at 12:00

    […] erste Punkt sind einzelne Spaziergäng. Als Ivy als Zweithund einzog, habe ich mir darüber zwar auch Gedanken gemacht, aber letztendlich ist es ja doch deutlich […]

    Reply
  • Urlaub mit meinem Hund 18. Februar 2018 at 0:14

    Hi, toller Beitrag, habe viel wiedererkannt, da wir in November 2016, Hals über Kopf die Nera als zweiten Kurzhaar Collie dazu bekommen haben, zum glück ist die Zoe zu den Zeitpunkt 7 Jahre alt gewesen und hat nicht mehr so viel Unsinn im Kopf, aber sich so sponan für einen Zweithund zu entscheiden macht man eigentlich nicht, trotzdem bereue ich es keinesfalls obwohl mir sehr bewusst ist das diesen Versuch auch ganz böse nach hinten los gehen können

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    • Alina 19. Februar 2018 at 13:02

      Ich denke man sollte sich – spontane Entscheidung hin und her – einfach bewusst über mögliche Konsequenzen und auch der Verantwortung gegenüber dem Tier bewusst sein. Wenn man das schaffen möchte, findet man sicher auch immer einen Weg! 😉
      Liebe Grüße, Alina

      Reply

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